#92 - Generationenkonflikt in der Kanzlei

Shownotes

In dieser Folge nehmen wir euch mit auf eine spannende Reise durch die Herausforderungen und Chancen im Generationenmix der Steuerkanzlei. Gemeinsam mit unseren Gästen Bernd Edelmann und Dominik Metzger diskutieren wir, ob Klischees wie die Vier-Tage-Woche und Work-Life-Balance wirklich das Einzige sind, was die junge Generation antreibt – oder ob nicht viel mehr dahintersteckt.

Wir sprechen offen über Führung, Eigenverantwortung, neue Arbeitsmodelle und wie Social Media sowie technologische Veränderungen den Kanzleialltag beeinflussen. Dabei teilen wir eigene Erfahrungen, praktische Tipps und zeigen, wie Kanzleien durch mutige Entscheidungen echte Perspektiven schaffen können. Hört rein und erfahrt, wie moderne Steuerberatung heute wirklich funktioniert – jenseits von Klischees und Vorurteilen.

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Transkript anzeigen

00:00:17: Hallo und willkommen an der Steuerbar.

00:00:20: Heute sprechen wir über mögliche Generationenkonflikte in der Kanzlei, darüber wie sich diese Konflikte lösen und die junge Talente in dieser Kanzlei gehalten werden können.

00:00:30: Gemeinsam mit mir führt euch heute Franzi durch die Folge.

00:00:35: Hallo zusammen!

00:00:36: Und natürlich haben wir uns mal wieder einen geballten Sachverstand eingeladen.

00:00:40: Unsere heutigen Gäste sind Bernd Edelmann und Dominic Metzger.

00:00:44: Bernd ist Steuerberater und Partner in seiner Kanzlei Edelmann & Partner in Frankfurt am Main.

00:00:50: Und Dominik ist Gründer- und Geschäftsführer von Evolotex ebenfalls aus Frankfurt am main.

00:00:56: Er begleitet Steuerberate bei Veränderungsprozessen in der Kanzler.

00:01:00: Hallo ihr beiden, schön es ihr da seid!

00:01:03: Hei zusammen, danke dass wir da sein dürfen.

00:01:05: Hallos!

00:01:07: Ja Franzi dann beam uns doch mal ein unser heutiges Thema

00:01:09: an.

00:01:09: Ja, sehr gerne.

00:01:10: Ein sehr spannendes Thema wie ich finde.

00:01:12: es geht heute um unterschiedliche Erwartungen im Kanzleialltag an Arbeit, Führung, Entwicklung und auch daran was gute Zusammenarbeit eigentlich wirklich ausmacht.

00:01:22: Will die junge Generation wirklich nur noch die vier Tage Woche?

00:01:24: Wie's so oft heißt Home Office und Work-Life Balance?

00:01:27: oder spricht sie vielleicht nur ehrlicher über Probleme die es schon länger gibt?

00:01:31: Gleichzeitig wissen wir alle, die Steuerberatung ist kein Beruf ohne Druck.

00:01:34: Es gibt Fristen, es gibt Risiken Mandanten... ...es gibt auch Phasen wo man nicht einfach sagen kann heute passt's mir nicht und genau darüber wollen wir sprechen ohne Klischees aber eben auch ohne Schwindferbarei.

00:01:45: Genau Dominik Bernd startet mal direkt mit dem Klischee.

00:01:48: Die scheint sie will nur vier Tage Woche Work-Life Balance und möglichst wenig Verantwortung.

00:01:52: Ist da was dran oder ist das zu einfach?

00:01:56: Ja vielleicht würde ich mal starten darf.

00:01:58: Ich gehöre der Generation Z an Baujahre.

00:02:03: Und kann auch so zwei Blickwinkeln berichten, aber ich finde dieses Klischee ist oft zu einfach gedacht.

00:02:09: also es gibt natürlich die in der Generation die sagen ja wir können uns ein bisschen ausruhen Wir gehen irgendwie drei vier Jahre nach Australien und suchen irgendwie den Sinn Wir kommen aus der generation wo viel vererbt wird und können uns etwas mehr ausruhn.

00:02:24: auf der anderen Seite und Ich glaube da bin ich vielleicht auch ein Beispiel dafür gibt's eben Menschen die sagen Ich möchte trotzdem in jungen Jahren raus aus der Komfortzone nämlich da weiterentwickeln und bin auch generell nicht so ein Freund von dem Begriff Work-Life Balance, weil das bedeutet für mich.

00:02:42: Und ihr hattest schon angesprochen dass es immer ein Balance sein muss.

00:02:46: und gerade in einer Steuerkanzlei oder generell im Leben gibt's einfach Phasen die sind härter sie brauchen mehr Anstrengung und dann gibts wieder leichtere Phasend und deswegen bin ich ein Freund vom Begriff work life dynamic.

00:03:00: Da, wo ich sie brauche, gebe ich dann Vollgas und dann schalte ich auch wieder zurück.

00:03:06: Ich sehe es noch ein bisschen anders.

00:03:09: Vom Grundprinzip her würde ich sagen ja dieses Klischee stimmt durchaus in achtzig Prozent der Fälle und wir Älteren – ich bin Baujahr seventy-fünf.

00:03:19: Wir sind doch nur neidig dass das uns vor dreißig Jahren keiner gesagt hat, dass wir eine vier Tage Woche machen können und deswegen haben wir es nicht gewusst und deswegen habe wir es nie gemacht.

00:03:29: Und das ist, glaube ich, unser erster Hauptkampf den wir in der älteren Generation so ein bisschen führen.

00:03:36: Aber ich selbst habe vor vier Jahren umgestellt auf eine Teilzeitfunktion hier an der Kanzlei, obwohl ich Gründungspartner bin und ich arbeite eine Woche Vollzeit und die andere Woche hab' ich dreißig Stunden.

00:03:48: Und Vollzeit heißt für mich in der Woche wo ich dann auch wirklich da bin, bin ich bei viertzig zweiundvierzig Stunden aber auch nicht drüber.

00:03:56: Und siehe da, es funktioniert schon auch tatsächlich.

00:04:00: Ich mag den Begriff Work-Life auch nicht so gerne wenn man nicht den Zusatz mit der Integration hat weil ich muss ja die mein Leben und die Arbeit irgendwie miteinander verbinden können damit das ganz gut läuft.

00:04:13: und das kann man in dem berufen dem wir sind ist schon ganz gut indem ich flexibel arbeite und mir raussuche wann ich was bearbeite.

00:04:24: Ja, voll interessant.

00:04:24: Da habe ich mir schon mal zwei Begriffe mitgeschrieben, die ich so jetzt auch noch nicht gehört hab.

00:04:28: Vielleicht lassen wir das nachher auch nochmal einfließen.

00:04:31: Dominik, bevor wir gleich zum ersten Teil kommen an dich vielleicht noch die Frage du gehörst ja selbst eben zur jüngeren Generation.

00:04:36: hast du manchmal das Gefühl dass er über diese Generation gesprochen wird als Mit-Ihr?

00:04:40: Hast du das schon erlebt, dass es eben... Dass so diese ganzen Vorurteile entstehen?

00:04:46: Definitiv!

00:04:47: Also sowohl in der Sicht als Berater als auch als Angehöriger dieser Generation.

00:04:54: Weil ich finde so ein bisschen über die Generation zu schimpfen und zu sagen, diesen Faul ist eigentlich die leichteste Ausrede oft für... Ich sage jetzt mal die anderen Generationen, die einfach ja wie Berndes auch gesagt haben es vielleicht sich nicht getraut haben neidisch sind und aus dieser Haltung dann auch zu leicht agieren.

00:05:15: Und natürlich gibt's die, Auch ich sage es mal diesem Stigma, also genau das Verkörpern.

00:05:26: Aber das ist meiner Meinung nach zu kurz sondern da geht's auch darum wie führe ich diese Person oder diese Generation richtig?

00:05:33: und das gehört doch meine Meinung dazu die richtigen Dinge dann anzusprechen uns ja auf dem entsprechend abzuholen.

00:05:40: Das sind nun mal teilweise andere Dinge als davor.

00:05:44: Und würdest du auch sagen, dass das so eine größere Missverständnisse ist über diese Generationen?

00:05:49: Gerade solche Begriffe wie anspruchsvoll und ungeduldig.

00:05:52: Nicht belastbar, dass die sind, die man der Generation unterstellt.

00:05:58: oder gibt es noch andere Missverständnissen?

00:06:02: Also ich würde sagen, das ist schon eines der größten, kommt aber auch... also ich finde, es ist teilweise ein Verständnisthema Weil wenn ich jetzt in der Generation aufwachse mit Social Media und dem ganzen Vergleich, den wir nun mal ausgesetzt sind.

00:06:21: Der viel stärker war als früher.

00:06:23: Früher habe ich mich vielleicht verglichen und klar das kann ich jetzt schwer beurteilen.

00:06:28: aber früher hat man vielleicht die Messlatte bei Nachbarn nebenan oder bei der Kanzlei nebenan gesucht Und heute kann ich irgendwie einen Sekundenschneller mich mit jedem auf der Welt vergleichen und sehe irgendwie dann auch was möglich ist Ich glaube schon, dass du es so gesagt hast ist auf jeden Fall dominierend.

00:06:46: Gibt aber sicherlich noch die eine oder andere Thematik über die man da sprechen muss.

00:06:52: Ja, da sind wir schon mitten drin in dem Thema was die junge Generation eigentlich wirklich will.

00:06:57: Bernd anschließend an das, was du im Anfang gerade erzählt hast gibt's Situationen den du schon gedacht hast also das jetzt früher so nicht gegeben im Zusammenhang mit jüngeren Mitarbeitern?

00:07:10: Aber jetzt bin ich mal ehrlich, ne?

00:07:12: Ich bin einundfünfzig.

00:07:14: Wir sind doch diejenigen, die diese Generation schienen sie erzogen hat und die sind auch deswegen teilweise so weil wir es ihnen so vorgelebt haben da sie Dinge einfach nicht machen müssen dass sie Dinge nicht verantworten müssen Und das ein Zweifel der Lehrer ein Problem hatte.

00:07:27: wenn Sie Mathe nicht kapieren Ja und dann brauche ich mich doch nicht wundern Wenn das nachher im Arbeitsleben genauso weitergeht.

00:07:34: ja Das heißt wenn wir über sowas reden Dann müssen wir doch viel früher beginnen.

00:07:38: Wo wo wo sind die Ursachen?

00:07:41: Und das spielt nach meiner Meinung schon ein Grund, wie es im Haushalt der Eltern irgendwie vorgelebt worden ist.

00:07:48: Es spielt natürlich auch eine Rolle was der Dominic gesagt hat dass du heute halt eben über deinen Insta-Account sehen kannst wie andere angeblich leben was sie alles haben und wie Sie arbeiten gehen.

00:07:59: Ob das jetzt alle immer so stimmt lasse ich dahingesellt sein.

00:08:04: vom Grundprinzip ist es tatsächlich so da sich glaube es ist insgesamt schwierig Aber das war es auch schon vor dreißig Jahren mit meiner Generation.

00:08:15: Auch da gab es Leute, die mehr performt haben und welche die weniger performten.

00:08:20: Und das wirst du immer haben.

00:08:21: Ich glaube, dass ist kein Generationsthema per sie.

00:08:26: Wir waren halt auch anders fixiert damals.

00:08:29: Also wenn ich mir überlege wie das gewesen ist, wie ich begonnen habe zu arbeiten, er war für uns hier immer noch Auto- und Statussymbol.

00:08:35: Dafür sind wir arbeitengegangen.

00:08:37: Das fanden wir großartig.

00:08:38: Nicht nur die Jungs – das waren die Mädels genauso!

00:08:42: Und wenn ich heute mir das angucke, dann ist das Auto halt eben nicht mehr so ein Status-Symbol und die legen auf andere Dinge wert.

00:08:48: Die gehen auch anders weg als wir vor dreißig Jahren weggegangen sind.

00:08:51: Ja?

00:08:52: Und es ist auch legitim.

00:08:53: Das sagt total in Ordnung aber deswegen brauen sie vielleicht auch weniger Geld als wir es gebraucht haben und deswegen gehen wir fünf Tage die Woche arbeiten und Sie gehen halt vier Tage die Wochen arbeiten.

00:09:03: Ja, ein interessanter Ansatz und das ist auch etwas dass wir in vielen Folgen bei unterschiedlichen Themen schon gehört haben.

00:09:08: Dass natürlich Social Media auch in der Branche einfach viel verändert hat was ja wenn was so das private Leben auch der Mitarbeiter angeht ne?

00:09:17: Ein Punkt eben zu diesem Thema Work-Live Balance.

00:09:21: trotzdem gibt es ja eben diese Fristen wie ich im Intro gesagt habe Jahresabschlüsse Prüfungen

00:09:26: usw.,

00:09:27: Wieviel Belastung muss man denn in diesem Beruf vielleicht auch einfach akzeptieren?

00:09:31: also Ich finde Es ist logischerweise ein Berufsfeld der mit Deadlines, der mit Fristen und der mit Haftung verbunden ist.

00:09:40: Und ich bin natürlich auch als Kanzleileiter immer in diesem Spagat zwischen... Ich bin irgendwie haftbar als Steuerberater habe aber trotzdem diese ganzen anderen Herausforderungen dass sich natürlich mein Team mitnehmen muss das ich ein gutes Klima schaffen muss Dass ich vielleicht auch diese Work-Life Balance meine Mitarbeitern ermöglichen muss Aber nur zu einem gewissen Grad.

00:10:03: und da ist auch wieder meiner Meinung nach die größte Herausforderung des Thema Führung.

00:10:10: Weil das hat der, ich sag jetzt mal klassische Steuerberater oder die klassische Steuerberaterin halt nie im Examen gelernt, dass Fachführungen.

00:10:18: Und wenn ich damit richtig umgehe dann glaube ich – und da habe ich schon einige positive Beispiele gesehen – schafft man es eben genau diesen Spagat zu führen auf der einen Seite dann, wenn's drauf ankommt diese Eigenverantwortung, diesen, diese Disziplin auch abzurufen.

00:10:37: Aber dann auch den gewissen Freiraum zu haben, Freiraumen zu lassen die Mitarbeiter zu entwickeln und den Mitarbeitern auch ich sage jetzt mal mehr Verantwortung auch zu geben.

00:10:52: Das ist auch was das sich leider in vielen Kanzleien noch nicht so sehe dass man immer sagt naja Ich bin ja der Berater oder die Beraterin Und ihr seid immer noch, wie es im Gesetz steht meine Erfüllungsgehilfen.

00:11:06: Und in manchen Kanzleien wird das genauso gelebt und dann wird natürlich die Eigenverantwortung im Keimer stickt.

00:11:16: Ich sehe das noch ein bisschen anders wenn ich da mal kurz so rein sprechen darf.

00:11:19: Ja?

00:11:20: Ich glaube schon auch als Kanzleiinhaber muss ich mir mal Gedanken darüber machen, wenn ich den fristen Thema habe warum ich das habe und wie ich das vielleicht gelöst bekommen.

00:11:30: Und wenn es nicht gelöst kriege über die ausreichenden Kapazitäten bei den Mitarbeitern, bei den Teamkollegen dann muss ich's vielleicht lösen indem ich mich von dem ein oder anderen Mandat auch mal trenne.

00:11:42: Den Weg sind wir auch sehr bewusst gegangen in den Jahr- und Jahrzehnten als wir uns von fünfzig Prozent unserer Mandanten getrennt haben.

00:11:51: Das muss so funktionieren nach meiner Meinung weil sonst hätte ich ja nie umstellen können auf Teilzeit.

00:11:57: Ich habe ja auch früher mehr gearbeitet!

00:11:59: auch mehr als vierzig Stunden und mehr als fünfzig Stunden.

00:12:02: Aber die Frage ist ja, ob ich das immer will?

00:12:05: Und ob es nicht noch was Schöneres gibt als mein Beruf?

00:12:08: Und ich denke oftmals Ja, es gibt noch etwas Schöners.

00:12:11: Und dann versuche ich mich halt eben so zu organisieren.

00:12:15: Ich glaube, dass machen die Kollegen, die halt vier Tage arbeiten wollen oder weniger Verantwortung tragen wollen oder generell ein anderes Leben führen wollen, als ich ähnlich.

00:12:23: Die organisieren sich halt auch in ihrem Bereich und übernehmen dafür auch sicherlich eine Verantwortung.

00:12:29: Das stelle ich zumindestens fest in unserem Team, dass sie in ihrem Bereich schon die Verantwortung übernehmen aber auch ganz klar kommunizieren können und dürfen was Sie schaffen, was Sie nicht schaffen!

00:12:40: Und wenn ich das früh genug als Kanzlei Chef weiß, dass ein Mitarbeiter einen Frist zum Zehnten des Volgemonats nicht schaffen kann dann muss ich da natürlich auch mal irgendwie gewähr bei Fuß stehen und eventuell mit den anderen Teamkollegen eine andere Lösung finden.

00:12:54: oder ich muss mich halt eben, wenn es jeden Monat vorkommt mal davon lösen, dass sich vielleicht tausend Kunden brauchen.

00:13:00: Vielleicht reichen wir an neunhundert achtzig auch.

00:13:04: Ja, ich finde das total interessant, dass man da eine gewisse Ambivalenz raushört bzw bei dir ja beherrscht.

00:13:10: auch so eine Entwicklung die du da vielleicht auch in den letzten Jahren durchgemacht hast, in deinen Überlegungen oder genau wie du dir so Arbeitszeitmodelle vorstattest finde ich spannend.

00:13:21: Wo liegt da vielleicht die Grenze?

00:13:22: Weil du hast vorhin darüber gesprochen ja die jüngere Generation braucht einfach nicht mehr so viel Geld oder hat andere Vorstellungen vom Leben sag' ich jetzt mal vereinfacht wo liegt da diese Grenze zwischen diesem Wunsch nach einem Ausgleich zur Arbeit Und aber so eine Erwartungshaltung, wo es vielleicht auch schon kritisch wird die im Kanzlei-Alltag dann schwierig werden würde.

00:13:42: Die gibt's ja bestimmt.

00:13:43: also so eine Grenze, die du setzt oder die einfach vorgegeben ist?

00:13:48: Ja, wenn das jetzt reinbezogen ist aufs Gehalt mit einer Grenze dann würde ich mir schon angucken was wird hier im Rhein-Main-Gebiet gezahlt für eine entsprechende Stelle und wie ist der Mitarbeiter in der Performance.

00:14:03: Vielleicht muss ich mich auch mal überlegen hochgradig entwickelte und ausgebildete Mitarbeiter haben will, ob ich dann mit dem Durchschnittsgehalt noch hinkommen oder ob ich da nicht sogar sagen muss.

00:14:15: Ich packe einfach mal zehn Prozent auf den Durchschnitt drauf Und dann krieg' ich vielleicht auch die besseren Mitarbeiter.

00:14:21: Vielleicht zieht das auch manchmal noch weil ich geb dir recht Du siehst natürlich bei Instagram schon Ich kann hier bei einer Kanzlei arbeiten Ich kriege Hunderttausend Euro und bin Berufsanfänger.

00:14:32: Auch das kriegst du irgendwo vorgelebt.

00:14:35: Und natürlich ist dann die Idee, oh super das hätte ich auch ganz gerne.

00:14:38: Da müssen wir als Kanzlein irgendwo mit drauf eingehen aber nicht den kompletten Weg.

00:14:45: Wir bieten es schon an dass wir sagen wir gehen den Weg durchaus mit und du kannst dieses Gehalt durchaus verdienen wenn nachher der Output im Sinne von Umsatz den wir generieren und eine Eigenverantwortlichkeit da ist und kommt.

00:14:58: Wir haben Mitarbeiter, wo das gut funktioniert, die sich entsprechend entwickeln und weiterentwickeln.

00:15:03: Und dann natürlich auch Gehaltssteigerungen mitnehmen können.

00:15:06: Wir haben aber auch andere Teammitglieder, die bleiben dann auf einem Karrierelevel dann auch bewusst stehen und sind mit dieser Lösung happy.

00:15:13: Deswegen haben wir beispielsweise letztes Jahr begonnen, so beim Endgeldtransparenzgesetz diese Klasse aufzumachen, wer in welcher Stufe bei uns welche Gehaltschaften hat.

00:15:26: Und dann kann man sich auch sehr bewusst dafür entscheiden, wie weit würde ich mitgehen als Mitarbeiter und wo höre ich einfach auf?

00:15:32: Dann wissen das alle Beteiligten.

00:15:35: Sehr gute Transparenz auf jeden Fall!

00:15:38: Wir merken hier schon den Gespräch, es geht mehr als nur um Arbeitszeitmodelle.

00:15:42: Es geht darum, wie man das organisiert und wie man geführt wird.

00:15:45: Führung ein Wort, das jetzt öfter gefallen ist.

00:15:48: Damit sind wir ja beim nächsten Thema Führungen und Hierarchie.

00:15:51: Genau, und die Steuerbranche ist ja traditionell herrschig gepränkt.

00:15:55: Also Partner-Berusträger-Steuerfahrungstelle Azubis funktioniert das heute noch?

00:16:00: Oder wie will denn die ständig geführt werden?

00:16:04: Gute Frage!

00:16:05: Ich glaube auch da gibt es ganz viele Antworten darauf.

00:16:11: aber ich gebe dir recht in vielen Kanzleien hat man noch diese Hierarchien.

00:16:16: Hat man auch eine Sihkultur was jetzt natürlich auch für den Chency-Mitarbeiter jetzt erstmal nichts Ungewöhnliches ist, aber wo man trotzdem natürlich nochmal sagt naja ich wünsche mir eigentlich schon ganz gerne dass du würde ich jetzt auch stellvertretend eben sagen so ist es bei mir nehme ich auch.

00:16:36: Ich versuche relativ schnell egal wo ich bin auf diese Du Ebene zu kommen um einfach meiner Meinung nach auf eine Augenhöhe zu kommen.

00:16:46: klar hat du da sie jetzt nicht direkt was mit ob ich jetzt dich nicht respektiere zu tun.

00:16:52: Aber es gibt mir schon mehr Nähe und das ist eben glaube ich, dass was es auch braucht weil diese Generation dann teilweise in der Praxis zumindest auseinander liegen, gibt mir ein anderes Vertrauensverhältnis eine andere Nähe Und ich kann dann auch viel leichter jetzt zum Beispiel mit einem Bernd in der Kanzlei kommunizieren.

00:17:12: Kann ihn verstehen trau mich auch nachzufragen Und das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt, wobei wie wir es schon mal angesprochen hatten.

00:17:25: Es ist in der Branche halt einfach strukturell, glaube ich etwas schwieriger als jetzt vielleicht beim normalen Mittelstand das so einzuführen weil eben einfach vieles mit dranhängt – mit der Haftung und den Fristen sowas, was du angesprochen hast.

00:17:46: Während erstmal auch die Voraussetzungen dafür zu schaffen dass ich so etwas als Kanzlei, als Unternehmen bewegen kann ist absolut notwendig und es kann dann mal heißen ein paar Mandate zukündigen zu entlassen damit ich auch mehr Zeit für die Mitarbeiterentwicklung, für die Führung habe und auch das Thema nach und nach anzugehen weil die Hierarchien werden natürlich nicht von heute auf morgen abgebaut.

00:18:14: Ich komme aus einer ziemlich hierarchischen Firma, ich war früher bei Anderson in der Wirtschaftsprüfung und da hast du dann so gefühlt achtzehn Karriere Level die du da erklimmen kannst bis du international Partner bist.

00:18:27: Und mein Division Head damals hat von wenn er bei einem Kunden war, der hat immer nur gesprochen meinen Kollegen meine Kolleginnen Und damit warst du auch als Erstjahresassistent, der eigentlich nichts konnte außer Kaffeemaschine bedienen damals und den Kopierer.

00:18:43: Warst du direkt auf seiner Ebene im Gespräch mit dem Kunden?

00:18:47: Also wenn da der Geschäftsführer war leider Rechnungswesen-Controlling warst Du immer der Kollege und ich fand das irgendwie immer schön und wie man heute sagt wertschätzend.

00:18:56: Damals kannte ich den Begriff aber nicht.

00:18:57: Ich fands einfach nur nett.

00:19:00: Wir machen das hier genauso.

00:19:02: Wenn wir eine E-Mail schreiben und sagen, ey du kannst nicht nochmal an den Kollegen wenden dann ist es immer, bände dich an meinen Kollegen und nicht an mein Mitarbeiter.

00:19:10: Meine Kollegin kümmert sich darum weil wir sind im Grunde genommen nach außen hin eins... ...und auch nach innen wahrscheinlich!

00:19:20: Vielleicht da noch mal zur Ergänzung?

00:19:24: Was ich glaube wichtig finde, weil mir auch gerade das Thema KI oder weil das Thema KI in aller Munde ist und Digitalisierung.

00:19:35: Ich finde da es ist wichtig dann die Hierarchien auch wenn sie vorhanden sind richtig zu steuern, weil wenn ich jetzt den... Da gehe ich auch wieder vom Durchschnitt aus.

00:19:45: natürlich gibt's auch die, die in einem, wenn wir uns das durchschnittsalter der Steuerberater angucken irgendwie fifty-fünfzig laut der Statistik Dann gibts von denen natürlich auch viele die sich jetzt mit dem Thema KI beschäftigen, mit dem thema Digitalisierung und dem Thema Marketing etc.

00:20:02: Wenn ich aber ja auch meine jungen Mitarbeiter, meine Genzi-Mitarbeiter in der Kanzlei habe dann finde ich es ist ein fataler Fehler die bei diesen wichtigen Entscheidungen KI wie nutze ich's?

00:20:16: Wie führe ich das ein?

00:20:17: Wie vermarkte ich mich zeitgemäß nicht miteinzubinden und auch deren Meinung so zu würdigen als wäre die Hierarchie nicht da Weil wenn ich immer sage, naja gut.

00:20:28: Ich bin jetzt ja der Entscheider und... ...ich bin hier ganz oben also maßig mir auch an zu sagen, ich weiß über Marketing besser Bescheid.

00:20:38: Ich weiß besser bescheid wie man KI einsetzt.

00:20:41: Und frage eben nicht mein jungen Azubi, der aber das tagtäglich nutzt!

00:20:47: Und genau weiß was eben grad für ein Trend da ist usw.

00:20:51: und sofort.

00:20:52: Ich glaube so kann man natürlich die Sicherheiten Auch wenn sie da sind, gut für sich nutzen.

00:20:59: In vielen Kanzleien, Dominik gibt es hier auch so ein bisschen immer wieder wie Hörn, wir haben keine Zeit für ausführliche Mitarbeitergespräche oder Coaching- oder Personalentwicklungen.

00:21:07: Wir müssen Mandaten bedienen und das ist so ein Tagesgeschäft.

00:21:10: also die kommen gar nicht aus diesem Hamsterrad raus.

00:21:12: Das verschärft natürlich langfristig irgendwie noch das Problem.

00:21:16: was macht man denn mit solchen Kanzlerinhabern?

00:21:21: Ich muss schmunzeln, weil zwei zweiter Kanzleien die ich gerade betreue.

00:21:27: Da haben wir genau diese Herausforderung und auch da sind manchmal zwei drei kleine Hebel dafür verantwortlich.

00:21:35: das auf einmal viel zeitfrei ist.

00:21:36: Und wenn ich in der Kanzlei bin und höre allein schon wenn ich vor Ort bin... siebenundzwanzigtausendmal das Telefon klingen und jeder Mitarbeiter wird irgendwie abgelenkt, während er die Fibu macht oder den Jahresabschluss macht.

00:21:48: Oder einfach gerade konzentriert arbeitet dann ist es erstens ein Zeitfresser.

00:21:53: ich brauche noch mal mehr Energie um wieder überhaupt reinzukommen.

00:21:57: Und bei der einen Kanzlei haben wir beispielsweise jetzt festste Telefonzeiten eingeführt oder dass auch die Partner nur per Link- oder per Termin buchbar sind.

00:22:06: und schwupp hast du auf einmal ein paar Stunden Zeit gewonnen Und dann spricht man natürlich drüber.

00:22:11: Da gab es eine sogenannte Blacklist, die wurde schon seit Jahren geführt von Mandanten, die eigentlich nur Chaos verursachen und man möchte sie ja mitnehmen.

00:22:20: Man hat das Helfer-Syndrom in der Regel aber manche wollen einfach nicht mitgenommen werden.

00:22:26: Dann ist jetzt auch die Zeit zu sagen ich muss mich von diesen Mandaten trennen um einfach ein Signal an die Mitarbeiter zu geben

00:22:35: Ich

00:22:36: sehe euch, ich höre euch zu Weil das ist das klassische Bild.

00:22:41: Ich bin irgendwie die ganze Zeit nur ein Rat, dass ich dreht und immer funktionieren muss.

00:22:48: Und wenn ich kurz im Urlaub bin dann habe ich doppelt und dreifach so viel.

00:22:52: deswegen logge ich mich auch während dem Urlaub ein.

00:22:56: Das kann halt nicht der Status quo sein.

00:22:59: Da muss man ganz klar an mehreren Punkten anfangen und das sind jetzt zwei beispielsweise die Häufige der Praxis sehr schnell funktionieren.

00:23:08: vor vier Jahren eingeführt mit Bookings und ich habe das zuerst bei mir probiert, dass die Kunden quasi nur noch zu mir durchgestellt werden wenn sie einen Telefontermin haben oder den auch selbst gebucht haben.

00:23:19: Hat dann sehr gut funktioniert so dass wir nach vier Wochen umgestellt haben auf die komplette Kanzlei.

00:23:25: Heute ist es in neunzig Prozent der Fälle so, dass ein Kundennut durchgestellt wird wenn er einen Telefondermin hat.

00:23:31: Damit hast du eine große Verbindlichkeit, du weißt genau wann du Zeiten hast zum Durcharbeiten.

00:23:36: Wann du weisst.

00:23:37: ich habe jetzt irgendwie zwei drei Telefonate.

00:23:39: dann baue ich mir die Arbeit herum und prüfe vielleicht nur ein Steuerbescheid anstelle von einem Jahresabschluss zu beginnen wo ich länger dran sitzen würde.

00:23:46: das funktioniert ganz gut.

00:23:48: es hat ewig gedauert bis unsere Kunden das verstanden haben warum wir das machen und es gibt immer mal eins zwei die sagen dass könnten sie in ihrem Business nicht machen.

00:23:57: Aber bei uns ist es ja so, dass wir keine OP am offenen Herzen machen und keine Art Hockfälle in der Regel.

00:24:03: Von daher ist das gut planbares Geschäft.

00:24:06: Die meisten Kunden bohren bei uns Termine entweder am späten Freitag Nachmittag oder am Samstag für die Woche drauf.

00:24:13: Das heißt das sind die Zeiten wo sie haben für ihre Büro-Tätigkeit.

00:24:17: Dann fällt ihnen auf ich bräuchte irgendwie mal ein Input vom Steuerberater.

00:24:20: Dann machen die ihren Telefontermin und das sind die Zeiten, wo eh niemand hier wäre um das anzunehmen.

00:24:25: Von daher funktioniert es ganz gut und damit haben wir viel Druck rausnehmen können an der Stelle.

00:24:31: Das zweite ist natürlich bei mir die Situation ja früher auch hatten dass wir gesagt haben okay man willst du das Mitarbeitergespräch noch mal wenn du vier Abschlüsse hinten dran stehen hast.

00:24:40: Wir sind irgendwann dazu übergegangen auch tatsächlich eine Arbeitsplanung zu machen.

00:24:44: Früher habe ich sie quasi vor gegeben als Kanzlei-Chef.

00:24:49: Heute machen das zwei Mitarbeiter, die das abstimmen.

00:24:52: Also die machen eine Vorplanung, geben das dem jeweiligen Mitarbeiter und die Mitarbeiter sagen dann okay es passt auch mit meiner Urlaubsplanung und mit meiner Freistellungsphase und dann geht das auch in die Kommunikation mit den Kunden.

00:25:04: Das heißt der Kunde weiß bei uns im Januar spätestens wann er seinen Abschluss aus dem letzten Geschäftsjahr kriegt Und dann sind die Unterlagen natürlich auch da so dass ich diese Endloschleifen vermeiden kann immer wieder Belege anzufordern Führt alles ineinander rein, dass ich nachher insgesamt nicht nur für mich als Chef sondern auch für die Teammitglieder viel mehr Zeit habe.

00:25:27: Sind aber dann noch mutige Entscheidungen?

00:25:28: Du hast eben davon gesprochen das du dich von fünfzig Prozent an einen Mandanten getrennt hast.

00:25:34: Das ist natürlich auch erstmal eine mutige Entscheidung das zu tun und da muss man ja erst mal die richtigen

00:25:39: Mandate

00:25:40: finden, von denen man sich trennt.

00:25:41: Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass wir uns kurz vorher auch von vierzig Prozent unserer Mitarbeiter getrennten haben.

00:25:49: Weil da schon auch die Überlegung war damals, wie viel Spaß macht es uns als Kanzlei-Inhaber in der Kanzlei zu arbeiten und das hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab.

00:26:01: Das hängt davon ein Stück weit ab mit wem du arbeitest den ganzen Tag?

00:26:04: Das hinkt davon ab für wen du arbeitest Und das hink sicherlich auch ein stückweit von der finanziellen Komponente ab ob sich das ganze rechnet.

00:26:11: am Ende Und bei mir persönlich war es irgendwann so, dass ich gesagt habe.

00:26:16: Ich finde das schwierig immer mit diesem negativen Mindset zu arbeiten.

00:26:21: Der Kunde ist doof und der hat das nicht gemacht und das ist irgendwie auch doof.

00:26:25: Jetzt müssen wir schon wieder was Neues machen und deswegen haben wir dann auch irgendwann mal sehr aktiv begonnen, mit den Kollegen zu sprechen und zu sagen herzu, das ist hier eine ganz leider Veränderung und vielleicht musst du dir dann einfach jetzt eine neue Zukunft suchen?

00:26:40: Wir tun das auch!

00:26:42: Und deswegen ja mutig war es, weil wir nicht wussten was dabei rumkommt.

00:26:46: Auf der anderen Seite wenn ich ganz ehrlich bin das ist hier eine Branche in der wir tätig sind wo wir doch schon relativ weich fallen in der Regel.

00:26:54: Also es gibt schlimmere Branchen die es härter trifft.

00:26:56: von daher finde ich könnten wir uns manchmal mehr trauen.

00:26:59: und das spannende ist Ich glaube unsere Rolle oder meine Rolle hier in dieser Kanzlei gerade auch für unsere Kunden Ist nicht unbedingt die da sich der bessere Steuerberater bei dem Vergleich zu vielen anderen.

00:27:11: Aber ich bin ein Unternehmer und das ist das, was die wollen.

00:27:14: Sie wollen sich mit einem Unternehmer austauschen und da vielleicht einen gewissen Input haben und sie sehen uns schon so ein bisschen auch als Vorreiter bei der eine oder anderen Idee.

00:27:24: und viele unserer Kunden sind einzelne Schritte, die wir gegangen sind.

00:27:28: Auch nachher gefolgten haben das bei sich ähnlich umgesetzt.

00:27:31: also Wir haben heute ganz viele diese Telefontermine ausschließlich anbieten.

00:27:36: Wir haben auch ein paar, die sich bewusst verkleinert haben mit ihrer Firma und haben dann versucht, mit dem Team neu aufzubauen.

00:27:42: Also von daher ist das schon spannend.

00:27:45: Und ja wir haben uns verkleinert vor vier Jahren und wir sind heute wieder auf dem Stand was die Mitarbeiteranzahl angeht wie vor vier jahren.

00:27:53: Wie ist deine Lebensqualität gestiegen und hat sich verändert seit du diese Änderungen durchgeführt hast?

00:28:03: Also meine Lebensqualität hat sich zweimal rapide verändert, zum Positiven.

00:28:07: Das war einmal im Jahr zehntausendzehn auf zwei tausend elf.

00:28:11: Da gab es eine erste Trennung im Kanzlei Partnerkreis damals so dass ich da schon viel mehr Freiheiten hatte und den zweiten Game Changer gab's letztendlich dann mit der Situation von vor vier Jahren.

00:28:27: Wenn ich mir überlege, ich bin hier Partner.

00:28:30: Ich verdiene gut.

00:28:31: Ich habe ein tolles Leben.

00:28:32: Ich hab meine thirty Stunden Woche im Durchschnitt.

00:28:35: Ich kann sechs Wochen Urlaub machen oder sieben im Jahr?

00:28:38: Ich hab mein Handy immer aus.

00:28:40: Also ich schalte mich aktiv vom Server der E-Mails ab.

00:28:43: Ich will nichts hören im Urlaub und will nix sehen.

00:28:47: Das ist schon Luxus in dieser Branche.

00:28:50: Und ich komme zurück und man schreibt es genauso leer wie ich ihn verlassen habe.

00:28:53: Ein Traum!

00:28:55: Das ist ein Trigger für viele andere wahrscheinlich jetzt gerade.

00:28:58: Ja, aber ich hoffe zum Positiven.

00:29:01: Ja absolut!

00:29:03: Kommen wir mal auf die Frage Perspektiven zwischen Medien und die Frage warum soll ich mir das überhaupt antun?

00:29:08: Viele junge Menschen fragen sich ja Dominic Wärme im Vorgespräch auch drüber gesprochen, warum soll man sich das überhaupt an in der Steuerbranche zu bearbeiten... Wenn man auf Social Media ständig sieht, dass andere angeblich mit Anfang zwanzig reich und frei sind.

00:29:22: Und KI ja auch den Rest der Arbeit noch erledigt.

00:29:26: Und da nimmt euch Franzi jetzt mal mit.

00:29:28: Genau das ist eigentlich schon so.

00:29:29: die erste Frage der Weg zum Steuerberater ist eben sehr lang und wie Franka hat schon sagte, ne?

00:29:35: Man investiert da viele Jahre arbeitet viel, trägt Verantwortung und dann sieht man Menschen, die scheinbar über Nacht zu Millionär werden.

00:29:42: was macht es denn mit jungen Leuten?

00:29:43: oder macht das überhaupt etwas mit Jungen Leuten?

00:29:46: Dominik

00:29:47: auch da definitiv, also man sieht auf Social Media.

00:29:52: Man bekommt es aber auch teilweise wenn man natürlich in solchen Kreisen unterwegs ist auch mittlerweile im Freundeskreis mit dass man irgendwie mit twenty-fünf Demobilien besitzt das man auf einmal irgendwie mit einem glücklichen Händchen bei Kryptowährungen auf einmal ganz viel Geld macht oder dass es einfach ganz viele Business Opportunities gibt Dies früher einfach nicht gab und das muss man ja fairerweise dazu sagen, man hat ganz andere Möglichkeiten.

00:30:23: Und die Steuerberatung ist meiner Meinung nach nach wie vor ein sehr guter Weg und auch ein sicherer Weg.

00:30:33: Ich habe tatsächlich auf paar Mal überlegt mit dem Wissen ich war vorher auch längere Zeit bei der Dativ angestellt und hab viele Kanzleien auch begleitet und Gespräche mit Kanzlainhabern geführt die Veränderung in der Branche beobachtet.

00:30:47: Und wenn ich mir natürlich angucke, was da für Potenzial ist auch im Hinblick auf die Beratung, auf KI, auf einfach diese Situation auf dem Markt das einfach viele leider schlafen... ...ist es natürlich ein absoluter Wettbeherbsvorteil, wenn ich jetzt als junger dynamischer Steuerberater-Steuerberaterin auf der Grünenwiese anfange.

00:31:09: Definitiv!

00:31:10: Auf der anderen Seite habe ich immer noch das Steuerberaterexam, was ja nicht ganz so einfach ist.

00:31:17: Ich hab' immer noch die lange Vorbereitungszeit bis sich überhaupt Prüfung schreiben darf und klar gibt's Modelle wo ich das leichter wenn wir jetzt rein den finanziellen und zeitlichen Aspekt betrachten schaffen kann als in der Steuerberation und deswegen gehen sicherlich auch viele den Weg und vielleicht noch Einsatz dazu.

00:31:39: wenn ich jetzt explizit zur Schemidia angehe oder mir anschaue.

00:31:45: Dann sind da halt auch wenige Steuerberater, die den Beruf auch wirklich attraktiv machen.

00:31:52: Weil die Hochschulen tun sich natürlich schwer und man hat immer noch das Berufsbild auf das Steuerfach angestellten.

00:32:00: Und es war damals bei mir in der Uni genauso.

00:32:03: ich war auch in der Richtung dass sie sagt ich habe Rechnungswesen mit Schwerpunkts studiert und die wenigsten wollten den Weg zum Steuerberator gehen weil sie wie wir noch das verstaubte Bild hatten.

00:32:14: Trotz dem, du gerade gesagt hast es ist ein relativ sicherer Arbeitsplatz ne?

00:32:19: Es ist eine spannende Arbeit man hat Kontakt zu Menschen aber es wirkt oft noch verstaupter und nicht so attraktiv.

00:32:24: Das ist wirklich so.

00:32:26: Bernd deine Gedanken dazu vielleicht noch?

00:32:30: Naja ich sag mal so Vielleicht haben wir durch KI jetzt auch die Möglichkeit so bisschen mehr Schwerpunkt auf dieses Berater in diesem Wort Steuerberater zu legen und spätestens dann sind wir wie so eine Art geprüfter, zertifizierter Unternehmensberater der mit den Kunden so eine Rolle als CFO ausführen kann.

00:32:49: Und dann bist du halt nicht ein CFO von einem Unternehmen sondern du bist halt eben CFO vielleicht von vierzig Unternehmen am Tag.

00:32:58: Ich glaube das ist so'n bisschen unsere Rolle der Zukunft dass wir wie CFO werden könnten für die Mittelständler, die so ein bisschen mitnehmen auf dem Weg der Herausforderung.

00:33:08: Und ich komme aus einem traditionellen Handwerksbetrieb.

00:33:11: meine Eltern hatten eine Bäckerei gehabt und gut sie sind jetzt auch schon älter.

00:33:16: aber vom Grundprinzip hat meiner Mutter schon vor zehn Jahren gesagt oder vor fünfzehn Sie würde sich heute nicht mehr zutrauen eine Firma zu führen in der Größe wie sie es getan haben weil sie das so nie gelernt haben.

00:33:29: Und das ist natürlich etwas, wo ich sehe gerade so im Handwerksbereich.

00:33:33: Da können wir viel mitnehmen und viel mitgeben an guten Wissen und dann haben wir auch einen guten Sinn.

00:33:39: Wir sorgen dafür dass diese Unternehmen ihre Gelder gut investieren sichern die Arbeitsplätze die hinten dran sind und ganze Familien und es ja eine Frage der Sinnhaftigkeit dieser Tätigkeit hier.

00:33:52: Natürlich ist unser Berufsbild ein bisschen angestaubt So ein paar Irre in dieser Branche.

00:33:58: Da sind wir jetzt wahrscheinlich nicht die einzigen in Frankfurt, aber da gibt es ja noch ein paar mehr.

00:34:03: Aber deswegen planen wir beispielsweise am elften Sechsten eine After-Work-Party bei uns hier in den Kanzlei Räumen und wir haben das bewusst so gestaltet dass es nicht darum geht, dass wir hier Steuerberater haben wollen oder potenzielle neue Mitarbeiter sondern wir wollen junge Leute haben mittleren Alters also irgendwas zwischen Anfang zwanzig bis Mitte vierzig Anfang fünftzig so im unserem Kreis Die hier zu einer Party kommen, wir haben ein DJ der hatte mal einen Top-Finfit.

00:34:30: Wir haben Türsteher.

00:34:30: also wir haben alles organisiert für eine coole Afterworkparty und gehen halt auch bewusst neue Wege ins Marketing für zukünftige Kollegen.

00:34:39: Und dann muss das nicht zwingend in ein Steuerfach angestellter sein.

00:34:42: Sondern vielleicht ist es jemand der aus der Gastro kommt und vielleicht irgendwo anders hin will um ganz neue Impulse mit reinbringt.

00:34:50: Vielleicht ist es aber auch jemand aus einem handwerklichen Background Der sagt ich kann da was mitbringen.

00:34:55: Ja, das eine Frage auf die ich nämlich gerne auch noch mal eingehen würde dennoch eigentlich zum letzten Block gehört zum Thema Führung.

00:35:02: Ich fand da weil das jetzt so oft gefallen ist dieses Wort und was du gerade ansprichst geht ja auch in diese Richtung oder gehört so dazu?

00:35:11: Was bedeutet Führungen der Kanzlei heute konkret?

00:35:13: vielleicht können wir das nochmal auf einen Punkt bringen und gerne von euch beiden jeweils kurz die Perspektive.

00:35:21: einer Führung gehört.

00:35:22: Klar, das ist jetzt ein komplexes Thema aber wenn man es jetzt kurz runterbrechen würde weil wir haben jetzt viele auch so über negative Seiten gesprochen ne?

00:35:28: Aber was ja mal positiv was bedeutet das konkret gut zu führen?

00:35:35: Ich würde sagen gut zu fühlen bedeutet die Potenziale meiner Mitarbeiter zu erkennen und diese dann mit Ressourcen das heißt Zeitgeld Möglichkeiten auszustatten um deren Talent zu fördern und sie eben weiterzuentwickeln.

00:35:54: Und natürlich auch das Gespräch mit ihnen suchen, welche Rolle Sie vielleicht in ein paar Jahren in der Kanzlei sehen?

00:36:02: Weil wenn ich weiß als junger Mitarbeiter, dass etwas in mir gesehen wird, dass sich wertgeschätzt werde – und jemand das erkennt!

00:36:11: Ich finde es ist schon eine Qualität von Führung und Menschenkenntnis.

00:36:16: Wenn ich's dann schaffe mich dabei zu begleiten in diese Rolle reinzuwachsen, mich immer wieder zu mentoren.

00:36:24: Immer wieder aber auch die richtigen Aufgaben vielleicht jetzt so geben mal den schwereren Abschluss auf ein Tisch zu legen.

00:36:34: Mal eine unangenehme Aufgabe aus der Komfortzone dem Mitarbeiter zu geben um ihn aber positiv weiterzuentwickeln dann ist es für mich einen ganz stark positiv geprägter Führungsbegriff an dieser Stelle.

00:36:50: Ja,

00:36:52: ich glaube Führung würde auch gleichsetzen mit Sicherheit.

00:36:56: Das heißt, ich erkläre es immer so ein bisschen wie mit Kindern.

00:37:01: Kinder gibt man ja einen gewissen Rahmen, wie sie sich bewegen dürfen in einem Haushalt und im Garten auf der Straße wo eine Grenze ist, wo sie nicht mehr hin dürfen alleine und wo sie halt eben sich frei bewegen können.

00:37:13: Und so geben wir hier unserem Team natürlich eine Abhängigkeit der Ausbildung und seit wann sie bei uns sind einen gewissen Rahmen, den Sie nutzen können um sich frei zu bewegen.

00:37:23: Wenn Sie darüber hinausgehen wollen dann kommen wir dazu und begleiten.

00:37:27: Das heißt aber auch in diesem Rahmen haben Sie eine eigene Verantwortung.

00:37:31: Und wenn es das Ergebnis an den Kunden kommuniziert wird?

00:37:34: Wir haben uns das vorher vielleicht angeguckt oder wir haben den Erstellungsbericht unterschrieben dazu.

00:37:39: Dann übernehmen wir trotzdem die komplette Verantwortung.

00:37:42: Also wenn ich unterschrieben habe, und ich hätte es nicht gelesen und habe trotzdem unterschreiben kann.

00:37:47: Ich kann nicht nachher den Mitarbeiter in die Verantwortung nehmen das hätte ich ja selbst eigentlich selbst steuern können dass ich sage ich lese es mir durch und gucke ob ein Fehler drin ist.

00:37:57: Und das ist glaube ich eine Verbindlichkeit wie unsere Mitarbeiter hier sehr schätzen.

00:38:01: und tatsächlich Dominik hat jetzt so schön formuliert mit dem mit dem Satz Wertschätzung und die wollen ja gesehen werden.

00:38:09: Ich glaube Wertschätzung, ich mag den Begriff nicht ganz so gern.

00:38:12: Aber dieses Thema was hinten dran steht ist tatsächlich gesehen werden.

00:38:17: und wenn ich einen Mitarbeiter hier habe und mir den angucke und ich sehe vielleicht wirklich in einem gewissen Potenzial dann ist es schon auch meine Aufgabe als Chef des dem Mitarbeiter solange zu sagen bis er's glaubt weil oftmals wurde es nämlich genau anders herum gelebt.

00:38:34: du kannst das nicht so gut wie ich.

00:38:36: deswegen mache ich den Tat.

00:38:38: Und dann fangen wir hier an zu sagen, du kannst es und du kannst das wahrscheinlich sogar besser als ich.

00:38:42: Weil du es öfters machst ja?

00:38:45: Und du solltest dich jetzt gedrauen!

00:38:47: Das ist die Aufgabe dass wir halt eben schon sehen wohin können wir einen Mitarbeiter auch bringen wenn wir immer nur sagen der bringt's nicht wird er es auch nie bringen brauche ich mich nicht mehr wundern.

00:38:58: aber ich glaube da fest dran und so sehe ich es auch bei meinen eigenen Kindern Wenn ich denen irgendwie erkläre, du kannst alles schaffen.

00:39:06: Das funktioniert beim ersten Mal nicht und beim zweiten mal nicht.

00:39:09: wenn ich den aber hundertmal gesagt habe ist irgendwann mal der Kroschen gefallen und die denken da dran und sie glauben wirklich Sie könnten alles schaffen Und genauso soll es sein im ersten Schritt

00:39:19: Also wirklich Perspektiven auch zu bieten.

00:39:21: das kann schon sehr viel in der Mitarbeiter bewirken.

00:39:25: Ja vielen Dank für eure Gedanken zu diesem Themenfeld.

00:39:29: Wir sind jetzt bei dem nächsten Spannungsfeld und zwar geht es da um Sinn- und Purpose auf der einen Seite, auf der anderen Seite natürlich die Professionalität und Pflicht genau.

00:39:40: Und darüber gebe ich erst mal nochmal an Frank.

00:39:42: Genau Dominik du hast eben gesagt dass man müsste auch mal Aufgaben außerhalb der Konfortzone geben.

00:39:48: wo liegt für dich der Unterschied zwischen einer Aufgabe die vielleicht im ersten Moment nicht begeistert?

00:39:53: Und eine Arbeitskultur die dauerhaft demotiviert?

00:40:02: Eine Arbeitskultur, die dauerhaft nicht motiviert ist finde ich sehr stark von oben eben geprägt.

00:40:11: Weil es mich als Mitarbeiter sicherlich auch nicht nur in der einzelnen Interaktion mit meinem Chef meiner Chefin meine Führungskraft irgendwie betrifft sondern vielleicht auch im Team untereinander.

00:40:25: also wenn's da Unstimmigkeiten gibt und wenn sich generell ein schlechtes Unternehmensklima, Kanzlei-Klima habe.

00:40:33: Dann bin ich auch als Mitarbeiter meiner Meinung nach in einem Umfeld wo ich dann eher von diesen dauerhaften Thema sprech, wo ich mich überhaupt nicht drin sehe und das ist meiner Meinung nach auch wieder eine Führungsaufgabe dafür zu sorgen dass eben eine gewisse Teamdynamik entsteht.

00:40:52: Der andere Aspekt Dinge aus der Komfortzone bzw.

00:40:57: Dinge zu tun auf die ich im ersten Moment keine Lust habe.

00:41:00: Auch da ist es, finde ich eine Sache der Kommunikation.

00:41:03: Wenn ich jetzt zum Beispiel natürlich bewusst weiß dass... Ich sage mal die klassischen Mitarbeiter einer Steuerkanzlei vielleicht im Farbschema wie wir es irgendwie kennen grün-blau dominant sind eher ein bisschen zurückhalten da.

00:41:16: das sind nicht die geborenen Vertrieblein erster Linie und nicht die die als erstes schreien.

00:41:21: ja wenn er mal dann kommt.

00:41:22: also ich mache das Gespräch kann ich mal versuchen ich begrüße den Mandanten etc.. Dann sind es schon Themen.

00:41:30: Wenn man das richtig kommuniziert, ich glaube es ist ein wichtiger Entwicklungsschritt und in der Rolle, in der ich dich sehe.

00:41:36: Ist das nun mal eine Aufgabe die auszuführen ist?

00:41:41: Dann verstehe ich als Mitarbeiter auch besser warum mich das tun muss.

00:41:45: Und gerade die Blauen brauchen Gründe.

00:41:46: wenn ich dann verstehe okay darum muss ich's tun.

00:41:49: Das ist für mich logisch, dann mache ich das auch!

00:41:51: Und die Grünen, die brauchen dann vielleicht ein bisschen mehr Sicherheit.

00:41:55: Ich bin vielleicht bei den ersten zwei Gesprächen mit dabei und trotzdem ist es aus der Komfortzone.

00:42:02: Dann

00:42:02: schaffe ich aber die Mitarbeiter da Schritt für Schritt ran zu führen!

00:42:05: Wenn ich einfach nur sage du machst das jetzt?

00:42:10: Mit dem positiven Hintergedanken eigentlich.

00:42:12: Ich will dir ja nur helfen.

00:42:15: Kommuniziere es aber nicht so.

00:42:17: Dann denke ich mir als Mitarbeiter Das will ich aber gar nicht.

00:42:21: Und dann schleicht sich auch so eine Passivität ein

00:42:23: und

00:42:26: das kann gefährlich

00:42:26: werden.".

00:42:28: Wir haben so ne Kollegin, die Anfang Mitte dreißig ist und die hat bei uns angefangen, kam von PWC und hatte auch so dieses Mindset.

00:42:38: sie kann viele Dinge nicht, sie will auch keinen Kundenkontakt haben Sie will keine Verantwortung tragen für irgendwas Steuerberaterin allerdings.

00:42:48: Jetzt letztes Jahr sagte sie, weil wir eine Honorarerhöhung durchsetzen wollten und die zuständige Mitarbeiterin, die das Honorar macht, sagt, boah, da ist schon

00:42:57: auch

00:42:57: ein ordentlicher Aufschlag.

00:42:59: Können wir das denn auch verargumentieren?

00:43:01: Ich meine, fragt die Kollegin ja... Und die sagte ganz trocken du wenn der Kunde damit ein Problem hat stellst du den durch an mich.

00:43:07: ich mach es dann schon mit dir.

00:43:09: Und wo ich sage, guck mal wie die sich verändert hat und sie wollte nie mit Kunden reden.

00:43:15: Auf einmal ist all dieses Mindset vorhanden.

00:43:20: Woher kam das jetzt?

00:43:21: Das ist eine Entwicklung über Jahre hinweg, wo man wie Domies beschrieben hat bei den ersten Gesprächen dabei war... Das erste Gespräch hat man vielleicht selbst noch zu neunzig Prozent geführt.

00:43:31: Dann hat man ein bisschen den Anteil reduziert, hat den Kollegen mehr reden lassen

00:43:35: etc.,

00:43:36: sodass sie da reinwachsen konnte und immer wieder auch die Bestätigung gegeben hat du kannst es ja Und dann ist dieser natürlich noch wichtig dass auch der Mitarbeiter diesen Willen so ein bisschen in sich spürt sich zu verändern und dann kann das gut funktionieren.

00:43:54: Du hast ja auch im Vorgespräch erzählt mit Bern, dass du gerade bei Frauen erlebst.

00:43:59: Dass sie im Beruf teilweise vielleicht auch ein geringerer Selbstwertgefühl mitbringen.

00:44:04: Vielleicht auch geprägt durch frühere Arbeitgeber oder aus einem Umfeld wo man vielleicht eher klein gehalten wurde.

00:44:11: So hast du jetzt beschrieben wie sich das auch im Kanzleialltag zeigt.

00:44:14: und ist es die Kollegin der ihr dann so einen Coaching angeboten habt was jetzt jeder bekommen kann in der Kanzlei?

00:44:20: Ist es diese Geschichte gewesen?

00:44:23: Sie hatte selbst ein Coaching damals für sich organisiert aus privaten Gründen heraus.

00:44:29: Wir haben aber dieses Jahr tatsächlich im Dezember, Januar drüber gesprochen in dem Kanzlei Management.

00:44:34: Wie entwickeln sich eigentlich unsere Mitarbeiter auf einer privaten Ebene weiter?

00:44:38: Tun die da was für sich?

00:44:40: wie gehen sie eigentlich damit um?

00:44:41: und Da haben wir uns dann für entschieden dass jetzt die Mitarbeiter alle privates Coaching kriegen von einer externen Stelle Und da haben die einen Stundenkontingent und können das jetzt abrufen individuell für ihre Themen im Privatbereich.

00:44:56: Hat also wirklich nichts mit den Themen der Kanzlei originären Sinne zu tun, sondern am ersten Schritt wie ticke ich?

00:45:03: Wie gehe ich mit gewissen Fragestellungen um in meinem Leben?

00:45:07: Ja sehr interessant!

00:45:08: Frank, hattest du gerade noch ein Gedanken?

00:45:10: habe ich dir an einer Stelle das Wort abgeschnitten

00:45:13: Nö, alles gut.

00:45:14: Wir sind ja schon fast am Schluss.

00:45:15: Ich hätte noch eine Abschlussfrage aber du hast glaube ich auch noch was auf dem Hölzschlieren?

00:45:20: Genau, nee sonst wenn da jetzt nichts in dieses Themenfeld mehr gehört dann würde ich mal zum Abschluss nämlich übergehen.

00:45:26: wir haben hier sehr viel über Konflikte gesprochen Erwartung, Führung Belastungen Entwicklungen.

00:45:32: Zum Schluss vielleicht nochmal so ein paar praktische Gedanken.

00:45:34: Frank Was war da deine Abschlussfrage?

00:45:37: Für mich wäre immer spannend was ist der Schritt für die Kanzleien die sie wirklich sofort umsetzen können, um den Generationenkonflikt erstmal zu erkennen und ihnen dann zu entschärfen.

00:45:48: Habt ihr da Ideen?

00:45:49: Tipps?

00:45:51: Tatsächlich eine sehr... Also in der Frage wo man auf jeden Fall länger drüber nachdenken muss ich würde sagen wenn ich es wirklich sofort erkennen will Dann ist es glaube ich auch dieser erste Schritt als Führungskraft sich selbst darüber bewusst zu werden, dass es diesen Generationenkonflikt gibt und auch ganz achtsam damit im Kanzleialltag umzugehen bzw.

00:46:22: jetzt auch mal hinzuschauen weil wenn ich ein paar Themen identifiziert habe und ich sage ich nehme zum Beispiel eine typische Arbeitswoche und das ist mein Ziel oder ich möchte den Fokus genau auf das legen zu erfahren wie Mitarbeiter unterschiedlichste Generation miteinander umgehen mit verschiedenen Aufgaben umgehen und das einfach aus dieser Beobachterrolle anschauen, dann kann ich glaube ich Ableitungen treffen.

00:46:53: Und das kann natürlich vieles sein.

00:46:55: aber ich glaube Ich muss mir als Kanzleinhaberin erstmal selbst bewusst werden dass es das gibt und nicht direkt sagen ach die sind faul und das ist jetzt hier meine Top-Mitarbeiter weil sie schon seit dreißig Jahren machen sondern mit einem anderen Fokus auf das Thema gehen und dann natürlich gegebenenfalls eben solche Maßnahmen einzuleiten, wie Bernd jetzt das beschrieben hat.

00:47:17: Was glaube ich auch eher typisch ist für die Durchschnittsteuerkanzlei das so zu machen?

00:47:24: Aber genau damit lösen sich ja dann auch teilweise viele Konflikte weil um vielleicht noch ein Wort wieder aufzugreifen was wir am Anfang hatten, das Thema Eigenverantwortung, was die Gensie angeblich nicht wirklich hat Das kann natürlich auch genau durch solche Coachings gestärkt werden.

00:47:44: Vielleicht hat es ja irgendeinen Grund, private Natur und gar nichts mit der Kanzleiheleitung an sich oder mit dem Umfeld an sich zu tun.

00:47:52: Und wenn ich dem keine Aufmerksamkeit schenke dann komme ich ja nie zu diesem Kern.

00:47:56: Herr Amfi sieht's bei dir aus?

00:47:59: Ich stell mir das jetzt gerade schwierig vor... So wie das jetzt Domi beschrieben hat, sehe ich mich hier gerade sitzen in der kommenden Woche und beobachte dann immer durch meine Glasscheibe die anderen Kollegen.

00:48:10: Und versuche etwas abzuleiten.

00:48:12: Dann denke ich mir auf der anderen Seite, oh Gott da kommt schon wieder eine E-Mail rein!

00:48:16: Deswegen bin ich da gerade so ein bisschen hin und her gerissen, wie ich das sehe und wie ich es angehen würde.

00:48:22: Das was mir eingefallen ist, ist im Grunde genommen... Ich glaube, in jeder Kanzlei gibt es hier einen Mitarbeiter eine Mitarbeiterin die vielleicht gutes Verständnis hat für beide Seiten.

00:48:31: Für die Arbeitgeber und für die Arbeitnehmerseite.

00:48:34: Und vielleicht schnappe ich mir erst mal diesen Kollegen, diese Kollegin und spreche mit der Mal alleine.

00:48:39: Vielleicht mal in der Mittagspause, mal rausgehen aus der Kanzlei, lass uns mal zum Italiener um die Ecke gehen.

00:48:44: Lass uns mal kurz quatschen!

00:48:46: Wie siehst du das?

00:48:47: Da muss ja kein Name fallen dass jetzt irgendwie A mit B nicht gut kann oder C mit D nicht.

00:48:52: aber da kann ja mal so ein bisschen dieses Stimmungsbild vielleicht abgefragt werden.

00:48:57: Dann ist es das nächste.

00:48:58: Ich habe ja dummerweise nur ein einziges Unternehmen nämlich meine Steuerberatung Und das heißt, ich habe auch so ein bisschen diesen Status da sich so betriebsblind bin.

00:49:08: Ich mache das hier jetzt auch schon als zwanzigste Jahr und ich gehe aber regelmäßig mit Kunden essen und die wollen meistens etwas von mir wissen und ich will aber auch was von denen wissen nämlich wie läuft es denn bei dir im Unternehmen?

00:49:20: Unsermal hast du das Problem mit dem Mitarbeiter auch und wie gehst du dann das Thema mit sie an und wie kriegst du neue Mitarbeiter?

00:49:29: wo bewirbst du das denn?

00:49:31: All diese Fragen stelle ich meinen Kunden, weil wir haben alle eins gemeinsam.

00:49:34: Wir führen ein Unternehmen und es ist Wurst, ob das jetzt eine Digitalisierungsbude ist?

00:49:39: Ob das eine Steuerberatungskanzlei ist oder ob das eine Spedition ist.

00:49:42: am Tagesender suchen wir alles gleiche.

00:49:45: Eine schöne Work-Life Integration mit einem tollen Miteinander und super zufriedenen Mitarbeitern und Kunden.

00:49:54: Ja, sehr cool.

00:49:55: Das passt auch schließt sehr gut schon an.

00:49:56: meine letzte Frage an oder einen Satz den ihr vielleicht vervollständigen könntet noch und zwar eine moderne Steuerkanzlei ist für mich eine Kanzlei D. Was würdet ihr sagen?

00:50:08: Wie könnte dieser Satz... Oder wie sollte dieser Satze enden?

00:50:12: Die sich selbst verwaltet,

00:50:17: die sie als Unternehmen sieht Und Unternehmer Als Führungskräfte hat.

00:50:27: Okay Dominic war's besser.

00:50:32: Aber ich glaube wirklich, viele Kanzleien sehen sich eben wie du es eigentlich beschrieben hast.

00:50:36: Nicht als Unternehmen und ich glaub wenn wir's schaffen oder eine moderne Kanzlei es schafft als Steuerberater nicht mehr nur in der Kanzler zu arbeiten sondern auch ein bisschen mehr an der Kenzlei zu arbeiten anders da glaube ich schon ganz große Stück Arbeit geschafft.

00:50:56: Ja super vielen Dank euch beiden!

00:50:58: Ich glaube ich ein gutes Schlusswort und wir haben heute auch wieder eine ganze Menge Inspiration mitnehmen können.

00:51:04: Erstmal vielen Dank!

00:51:06: Ja, sehr gerne.

00:51:07: Und wenn euch die Folge gefallen hat dann gebt uns gerne an Sternchen in eurem Podcast Player und bei Themen wünschen oder bei Feedback schreibt uns gerne am steuerbar at nwb.de.

00:51:18: Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

00:51:23: Tschüss!

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