#86 - Kassenführung, Kontrolle & Co: Die Gastronomie im Wandel
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir über die aktuellen Herausforderungen in der Gastronomie – von der dauerhaften Umsatzsteuersenkung für Speisen bis zur kommenden Registrierkassenpflicht. Gemeinsam mit unseren Gästen Tobias Teutemacher und Jörn Hopmann tauchen wir tief ein in die Themen Kassenführung, Datensicherung und digitale Schnittstellen.
Wir teilen praxisnahe Tipps zur Umstellung von Kassensystemen, die unterschätzte Bedeutung von Mitarbeiterschulungen und die Auswirkungen aktueller BFH-Urteile. Außerdem diskutieren wir, warum die Belegausgabepflicht so umstritten ist und was ein funktionierendes internes Kontrollsystem ausmacht. Hört rein und erfahrt, wieso rundum erfüllte Dokumentationspflichten nicht nur für den Fiskus, sondern auch für den Unternehmer selbst unerlässlich sind.
Entdeckt die STEUERBAR jetzt neu auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=V660WcPD3Ic
Die Links aus der Sendung:
- Handbuch zur Kassenführung: https://shop.nwb.de/Produkttyp/Online-Buecher/Handbuch-zur-Kassenfuehrung/77865N
- Gastronomie und Steuern in der Praxis: https://shop.nwb.de/Themen/Steuerrecht/Gastronomie-und-Steuern-in-der-Praxis/03391N
- NWB Akademie Seminar: Das Gastronomie-Mandat: https://www.nwb-akademie.de/veranstaltungsansicht/das-gastronomie-mandat
- NWB Akademie Seminar: Tax Compliance und Verfahrensdokumentation bei der Kassenführung: https://www.nwb-akademie.de/veranstaltungsansicht/tax-compliance-verfahrensdokumentation-kassenfuehrung
Kontakt: steuerbar@nwb.de Unsere Website: https://www.nwb.de/audio/steuerbar Website NWB: https://www.nwb.de Facebook: https://www.facebook.com/nwbVerlag/ Instagram: @nwbverlag LinkedIn: https://de.linkedin.com/company/nwb-verlag XING: https://www.xing.com/company/nwbverlag YouTube: https://www.youtube.com/@NWB-Verlag
In eigener Sache: Wenn euch die Folge gefallen hat, dann teilt sie gerne mit euren Bekannten. Wir freuen uns sehr über Nachrichten oder Kommentare und natürlich über ein paar Sterne oder Likes. Das hilft uns, besser zu werden und unsere Inhalte auf euch und eure Wünsche abzustimmen.
Transkript anzeigen
00:00:13: Willkommen an der Steuerbar.
00:00:15: Schön, dass ihr dabei seid.
00:00:16: Mein Name ist Annika Glinka.
00:00:18: Und ich bin Frank Hüsken.
00:00:19: Heute geht es um ein Thema, das viele von euch direkt betrifft.
00:00:23: Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten bei Bargeldintensiven Betrieben.
00:00:28: Vor allem in der Gastronomie.
00:00:30: Warum gerade jetzt?
00:00:31: Weil sich einiges geändert hat.
00:00:33: Seit dem ersten Januar gilt für Speisen in der Gastronomie dauerhaft der ermäßigte Umsatzsteuersatz von sieben Prozent.
00:00:40: Außerdem wird über die Abschaffung der Belegausgabepflicht diskutiert und ab dem Jahr und ab dem Jahr und ab dem Jahr soll eine Registrierkassenpflicht kommen für Unternehmen mit mehr als einhunderttausend Euro Umsatz.
00:00:53: Spannende Themen.
00:00:55: Ja, wir freuen uns riesig, zwei Gäste hier bei uns in Herne im Podcast Studio begrüßen zu dürfen.
00:01:00: Zum einen Tobias Teutemacher, er ist seit über vierzig Jahren in der Finanzverwaltung NRW tätig, aktuell beim Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität, außerdem Mitautor des NWB-Handboosts zur Kassenführung und des Praxisleitfadens Gastronomie und Steuern in der Praxis.
00:01:16: Heute ist Tobias jedoch ausdrücklich in privater Funktion bei uns zu Gast.
00:01:20: Seine Einschätzungen und Aussagen spielen seine persönliche Expertise wieder und nicht die offizielle Auffassung einer Behörde.
00:01:27: Ja, Tobias ist der Experte für Kassenführung, Manipulationsvermeidung und alles, was mit der Kassensicherungsverordnung und der technischen Sicherheitseinrichtung zu tun hat.
00:01:37: Und bei uns ist Jörn Hoppmann, Rechtsanwalt und Partner in der Kanzlei Budak in Köln.
00:01:41: Jörn berät vor allem Gastronomie- und Einzelhandel von der Gründung bis zur Betriebsprüfung.
00:01:46: Außerdem ist er Mitautor des NWB-Buchs Gastronomie und Steuern in der Praxis.
00:01:51: Ja, willkommen ihr beiden.
00:01:53: Danke für die Einladung.
00:01:54: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:55: Sehr gerne.
00:01:56: Ja, wir haben wieder wie immer so verschiedene Themenblöcke heute.
00:01:59: Wir beginnen mal mit dem Thema, was sich jetzt konkret in den Jahr ist.
00:02:05: Die Umsatzsteuersatzänderung auf sieben Prozent für Speisen, die Kassensicherungsverordnung und die digitale Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme.
00:02:14: Stellen die Betriebe vor große Herausforderungen.
00:02:17: Tobias, was müssen Gastronomiebetriebe jetzt so fortun?
00:02:21: Stichwort Umprogrammierung der elektronischen Aufzeichnensysteme und Belegprüfung.
00:02:26: Ja, das erste hast du ja schon gerade angesprochen.
00:02:29: Die Umprogrammierung, die war ja eigentlich schon durchzuführen.
00:02:33: Zum Ende des letzten Jahres wäre sinnvoll und auch wünschenswert gewesen, da aber auch das Gesetz erst sehr spät bekannt gegeben worden ist, waren natürlich die ganzen Kassenfachhändler sehr stark mit der Umprogrammierung beschäftigt.
00:02:50: Der eine oder andere hat es nicht geschafft, das Ganze vielleicht pünktlich zum Westerumbruch, also zum ein dreißigsten Zwölfeln, sprich erstens erstens umzustellen.
00:03:00: Aber das hätte im Vorfeld schon erledigt werden müssen und wenn es noch nicht passiert ist, sollte man das auf alle Fälle jetzt auch noch in diesem Monat vielleicht angehen.
00:03:11: Hinzu kommt natürlich auch, dass man gerade da, wenn es um Änderungen bei Steuersätzen geht oder wenn es überhaupt um Änderungen, die man an elektronischen Aufzeichnungssystemen vorgenommen hat, dass man auch entsprechend das Personal schult.
00:03:26: Das heißt also, dass auch da die richtig klären, wie das jetzt in der Praxis umzusetzen ist, wie das aufzuzeichnen ist.
00:03:35: Das ist ja auch mit den, mit der Thematik, zahlen die Bar, Leute Bar, Unbar, das muss ja alles genau dokumentiert werden.
00:03:43: Und was ansonsten letztendlich irgendwo mit den elektronischen Aufzeichnungssystemen, mit dem Personal zu tun, dann muss ja dann auch entsprechend in der Verfahrensdokumentation eingetragen werden und die Änderung muss dann auch aktualisiert werden.
00:04:00: John, wie stellt man in sich ja das Speisen mit sieben Prozent ungetränkt mit neunzehn Prozent?
00:04:04: Konkret erfasst werden gerade bei Kombi-Angeboten, das stelle ich mir ziemlich kompliziert vor.
00:04:09: Eigentlich ist es gar nicht so kompliziert.
00:04:12: und die Änderung oder der Anpassung des Steuersatzes auf sieben Prozent, der kam ja jetzt auch nicht so ganz überraschend.
00:04:18: Ja, vor allem für eine Geschehen.
00:04:20: Sylvester kommt auch immer überraschend.
00:04:22: Ja, das ist so in Weihnachten auch und das ist so.
00:04:24: Der Zehnte bei den Steuerberatern kommt auch immer ganz überraschend.
00:04:30: Nee, es hat sich ja lange abgezeichnet, dass es so ist.
00:04:32: Das war ja auch der politische Wille, es war der Wille der Verbände der Öffentlichkeit.
00:04:36: Da hätte man im Vorfeld schon eine ganze Menge machen können und machen müssen.
00:04:42: Wenn ich mich mit einem Kassensystem beschäftige und das bei mir selber in der Gastronomie, im Einzelhandel, wo auch immer, im Einsatz habe, dann sollte ich eigentlich auch in der Lage sein, Steuersätze selber umzuprogrammieren.
00:04:53: Aber man delegiert ja gerne weiter und sagt, okay, ein anderer ist verantwortlich, ein anderer ist schuld.
00:04:59: Tobias hatte eben etwas gesagt, was ganz wichtig ist, das Personalschulen.
00:05:04: Denn jeder Tastendruck im elektronischen Aufzeichnungssystem ist mitwirken an der Steuererklärung des Jahres.
00:05:12: Und das, was am Anfang nicht richtig reingegeben wird, das kann auch hinten nicht mehr richtig werden.
00:05:19: Steuerberater haben überhaupt gar keine Möglichkeit, alles zu reparieren.
00:05:22: Das wird immer gesagt, ja, dann macht ihr das schon irgendwie.
00:05:25: Nee, wir sind in der Welt.
00:05:26: der Daten angekommen.
00:05:28: Und wenn ich in der Welt der Daten angekommen bin, dann muss ich eine Sensibilität haben.
00:05:32: Der Gastronom hat ja die Sensibilität für das gute Essen, für das Entertainment am Abend, all für das, was da passieren soll.
00:05:39: Deswegen verstehe ich diese Diskussion in Teilen nicht.
00:05:44: Wenn ich es noch nicht gemacht habe, na ja, wann mache ich es dann?
00:05:48: Wenn der Kassenfachhändler sagt, da ist was zu machen, der Kassenfachhändler sagt aber auch, kostet.
00:05:53: Der Steuerpflicht, die gesagt hat, nö, du kostst ja Geld, will ich gerade nicht machen, läuft sowieso alles nicht.
00:05:59: Dann kommt aber irgendwann Tobias und sagt, na ja Moment, wenn du hier neunzehn Prozent ausweist, dann bezahl auch bitte die neunzehn Prozent.
00:06:06: Und dann kommt irgendwann so mein Lieblingswort mittlerweile Leidensdruck.
00:06:10: Wenn der Leidensdruck da ist, durch die Finanzverwaltung, durch den Berater oder das Portemonnaie aufmachen, dann passieren auch ein paar Sachen.
00:06:17: Da können wir in der Beraterschaft nur bedingt mitwirken.
00:06:22: Ich freue mich immer, wenn Tobias mit an Bord ist.
00:06:24: Das macht es für mich einfacher.
00:06:25: Das ist so ein Bewusstseinsverstärker.
00:06:28: Das macht es viel einfacher.
00:06:30: Ich muss da einfach gar nicht mehr so viel erklären.
00:06:33: Aber wenn ich mir das alles anschaue, was ja dann auch in Schriftform veröffentlicht wurde zum Ende des Jahres.
00:06:40: Ja, es wird auf sieben Prozent runtergeschraubt.
00:06:42: Es gibt für die Silvester Nacht Erleichterungen.
00:06:44: Und dann gibt es ja auch bei Kombipaketen Erleichterungsmöglichkeiten.
00:06:49: Da gibt es so ein paar ... Spielregeln, die das heißt, dass der Einzelverkaufspreis der reguläre nicht höher sein darf als jetzt in diesem gesamten Angebot.
00:06:58: Das kann man alles aufteilen und wir reden ja nun mittlerweile auch schon in vielen Jahren über die sogenannte Einzelaufzeichnungspflicht.
00:07:04: Und wenn die Sachen einzeln alle ordnungsgemäß hinterlegt sind, dann funktioniert das eigentlich unproblematisch.
00:07:13: Eigentlich.
00:07:14: Wenn es nicht gemacht wurde oder wenn es nicht klappt, Dann liegen die Probleme woanders.
00:07:20: Dann ist der Vergangenheit, was nicht richtig gelaufen.
00:07:23: Welche Software-Updates sind denn nötig?
00:07:24: Zum Beispiel bei der Schnittstelle zur Finanzverwaltung oder zu TSE-Firmware.
00:07:29: Und wie wird das überhaupt dokumentiert?
00:07:32: Also es ist ja so, wir haben es mit elektronischen Aufzeichnungssystemen zu tun.
00:07:36: Das heißt, dass da öfters Software-Updates durchgeführt werden müssen oder vielleicht auch dass bei der Hardware und Tablet oder so ein entsprechendes Update durchgeführt werden muss.
00:07:49: Man sollte sich als Unternehmer angewöhnen, diese ganzen Updates auch tatsächlich durchzuführen.
00:07:55: Beispiel, wir haben ja die digitale Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kastensysteme, kurz DSVNVK, du hast sie gerade angesprochen, die hat den aktuellen Stand, zwei Punkt vier.
00:08:07: Es gibt leider Gottes auch noch draußen Systeme, die mit Vorversion, insbesondere zwei Punkt zwei oder zwei Punkt null laufen.
00:08:17: Da sollte sehr schnell reagiert werden.
00:08:20: Es ist auch angedacht, jetzt im Jahre zwanzig, sechsundzwanzig eine neue Version der DSVNVK drei Punkt null auf den Weg zu bringen.
00:08:28: Sobald die da ist, sollte man natürlich auch sofort auf diese neuen Software-Updates reagieren und entsprechend die Systeme umstellen.
00:08:39: Bei den technischen Sicherheitseinrichtungen ist es ja so, wenn man sich die Laufzeiten der Zertifikate anschaut, da sind in den nächsten zwei Jahren einige Zertifikate da, die ablaufen und da müssen sich die Steuerpflichtigen und Unternehmer und Unternehmerinnen natürlich frühzeitig darum kümmern, dass hier entsprechend Ersatz beschafft wird und dann auf die neuen umgestellt wird.
00:09:05: Generell kann man eigentlich immer nur empfehlen, auch alle Updates, die angeboten werden, auch von den Software Herstellern, beziehungsweise von den Kassenherstellern, diese auch umzusetzen, weil dadurch wird hier auch gewährleistet, dass die ganzen Daten, die da aufgezeichnet durch die TSE abgesichert, dann in einem Kassenarchiv archiviert werden, dass die auch in der Regel den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
00:09:35: Aber auch das sollte man überprüfen.
00:09:38: Das heißt so ein Datenmonitoring, dass die Daten, die letztendlich über die DSVVK zur Verfügung gestellt werden, über die TAR-Files, also die Daten der TSE, die TAR-Files, dass die auch den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, ist immer wichtig zu prüfen.
00:09:58: Denn John hatte sich ja gerade schon gesagt, der Steuerberater kann da wenig ändern.
00:10:02: Und wenn einmal etwas falsch ist, geht das ja praktisch durch.
00:10:07: Die Beufführung ist dann nicht ordnungsgemäß.
00:10:09: Das heißt, die Anmeldvormeldungen sind nicht ordnungsgemäß.
00:10:12: Nachher der Jahresabstoß ist nicht ordnungsgemäß.
00:10:14: Und wenn das alles nicht ordnungsgemäß ist, bedeutet es ja automatisch dann wieder, dass die Finanzverwaltung berechtigt ist zu schätzen.
00:10:22: Ist das Thema Mitarbeiter, Schulungen auch ein Thema in der Gastronomie, dass vielleicht die Mitarbeiter gar nicht richtig genug informiert sind?
00:10:29: Absolut.
00:10:30: Das ist das Kernthema.
00:10:32: Wir reden über Daten, wir reden über ein Verständnis und Akzeptanz von Daten.
00:10:36: Wir sind in einer digitalen Welt, gerade im Bereich der elektronischen Aufzeichnungssysteme.
00:10:41: Und da muss ich mich einfach mit dem System auseinandersetzen.
00:10:43: Das ist ja nun eigentlich das Herzstück des Unternehmens.
00:10:47: Neben dem, was ich gastronomisch oder im Einzelhandel mache, über das Kassensystem werden meine Einnahmen abgebildet.
00:10:53: Und Einnahmen ist.
00:10:54: davon lebe ich als Unternehmer.
00:10:56: Und ich möchte doch den größtmöglichen Ertrag rausholen.
00:11:00: versuche ich doch das, was mir die Digitalisierung möglich macht, Auswertungen und all das, was es da gibt, doch auch zu nutzen.
00:11:07: Und dann muss das, was eingegeben wird, auch durch die Mitarbeiter vernünftig sein.
00:11:12: Das ist aber auch gleichzeitig die größte Schwachstelle.
00:11:14: Und da ist die auch die größte Diskrepanz.
00:11:15: Das funktioniert in der Praxis einfach nicht.
00:11:17: Das kommt nicht an.
00:11:18: Warum ist das so?
00:11:18: Also wird keine Zeit investiert, ist der Gastronomie so teuer, in die Mitarbeiter zu investieren?
00:11:24: Ganz oft ist das das große Thema, dass der Unternehmer selber nicht das Verständnis hat.
00:11:27: Viele Kolleginnen und Kollegen sagen, naja, hätte noch immer irgendwie Jotje jangen.
00:11:34: Sagt man so bei uns in Köln.
00:11:36: Ist aber mittlerweile nicht mehr so ganz einfach, wie es mal vor zehn oder zwanzig Jahren war.
00:11:41: Da hat sich eine Menge getan.
00:11:42: Und das ist auch gut und richtig so, dass sich was getan hat.
00:11:44: Es muss ein Grundverständnis kommen.
00:11:46: Wann kommt das Grundverständnis?
00:11:48: Dann, wenn der Leidensdruck steigt.
00:11:50: Leider.
00:11:50: Ich würde es mir aktiv wünschen.
00:11:52: Wir bieten auch... viele Schulungen an, ich arbeite auch mit vielen Kassenfachhändlern lokal zusammen und sage, komm du musst schulen, wir müssen hier reingehen, die Datenqualität muss besser werden.
00:12:01: Der sagt mir dann aber auch, naja, wenn es nicht bezahlt wird, was soll ich machen?
00:12:04: Ich mach's nicht rein karitativ, aber das sind andere Probleme als die, die jetzt aus der Abgabenordnung oder der Kassensicherungsverordnung oder sonst irgendwo raus resultieren.
00:12:15: Das wird noch Digitalisierung, Brauchzeit.
00:12:18: Und gerade im Bereich Kassen, Gastronomie, wird es noch eine gute Zeit brauchen bis wir da auf dem aktuellen Stand sind.
00:12:28: Ja, jetzt sprechen wir schon gerade über die Diskussion über die Abschaffung der Belegeausgabepflicht.
00:12:32: Wie steht er dazu?
00:12:35: Wenn du mich fragst.
00:12:38: Ich war ja auch im Finanzausschuss, als das Gesetz auf den Weg gebracht wurde, das Kassengesetz.
00:12:45: Und das war eine wesentliche Säule, die wir haben wollten.
00:12:51: Das heißt, über die Belegeausgabepflicht stellen wir eigentlich sicher, dass der Geschäftsvorfall auch tatsächlich über das elektronische Aufzeichnungssystem erfasst wird.
00:13:04: und da ja das elektronische Aufzeichnungssystem durch eine technische Sicherheitseinrichtung geschützt ist, dass dann auch die Umsätze entsprechend veränderungssicher abgelegt werden.
00:13:19: Das heißt, ich kann, wenn ich dann einen Beleg Bekomme kann ich einmal sicher sein, dass die Daten dann auch nachher letztendlich der Besteuerung zugeführt wird.
00:13:32: Natürlich gibt es auch da, das ist Technik, das ist Software.
00:13:36: Da gibt es immer wieder Leute, die eine sehr, sehr hohe Kriminalität haben und die können dann theoretisch auch was verändern.
00:13:43: Aber es ist jetzt, sie ihnen sehr schwer gemacht.
00:13:46: Auf der anderen Seite ist aber auch eine weitere wesentliche Säule, die Kassennachschau.
00:13:52: die wir unangekündigt durchführen können im Rahmen der Finanzverwaltung.
00:13:56: Ich kann aber im Vorfeld schon überlegen, wenn ich am Beleg sehe, dass die technische Sicherheitseinrichtung richtig funktioniert hat und das muss ja auch auf dem Beleg aufgedruckt sein, muss ja auch aus dem Beleg ersichtbar sein, auch wenn der digital zur Verfügung gestellt wird, dann bin ich eigentlich sicher und dann baue ich auch gar nicht, vielleicht eine Kassenarschau durchzuführen, in die Führt ja natürlich auch zu einer Belastung des Unternehmens.
00:14:20: Ich gehe zur normalen Geschäftszeit.
00:14:22: Gehe ich bei den Unternehmern eine krassen Nachschau machen.
00:14:26: Und da wird der laufende Verkehr gestört.
00:14:28: Die Mitarbeiter werden... All das kann ich mir sparen.
00:14:32: Wenn ich von vornherein Compliance zeige und sage, ich habe erst mal einen... aktuelles elektronisches Aufzeichnungssystem.
00:14:40: Ich habe eine entsprechende technische Sicherheitseinrichtung.
00:14:43: Bei mir sind die Mitarbeiter dahingehend geschult, dass alle Geschäftsverfälle auch über das System erfasst werden, auch immer ein Beleg zur Verfügung gestellt wird, ob jetzt digital oder in Papierform.
00:14:54: Ja, dann wird auf den Belegen alle Informationen der TSE etc.
00:14:59: ausgedruckt.
00:15:00: Dann bin ich comply.
00:15:02: Dann kann ich.
00:15:04: oder muss ich mir eigentlich keine Sorgen
00:15:05: machen.
00:15:05: Warum wird denn gerade diskutiert, das abzuschaffen?
00:15:08: Keine Ahnung.
00:15:09: Also das ist eine Quadratur des Kreises, die da gerade stattfindet.
00:15:12: Tobias, du sprachst gerade davon TSE-Daten.
00:15:16: Ich bin ja heilfroh, wenn die Daten, die tatsächlich dann auf dem Tisch stehen, auch wirklich auf dem Beleg draufstehen.
00:15:21: Die TSE ist für mich nachrangig, die sichert irgendwas ab.
00:15:24: Aber wie oft hat man es, dass ein hochpreisiges Essen oder Menü oder Getränk auf dem Tisch steht und da steht dann nur eine Flasche Wasser auf dem Beleg.
00:15:31: Damit ist ja nun auch noch nicht so, was man eigentlich erfüllen müsste.
00:15:36: Das sind Formen der Manipulationen, die es da nur überall gibt.
00:15:40: Ich finde ganz spannend, es gibt einen Bericht zur Evaluation des Gesetzes zum Schutz vor Manipulation an digitalen Grundaufzeichnungen jetzt aus November, vor dem Jahr, da steht so sinngemäß drin, naja, das mit der Beleg-Ausgabepflicht klappt eigentlich ganz gut mittlerweile in Deutschland.
00:16:00: Was ich toll finde, weil das ist so das erste Indiz dafür, dass dieses Gesetz auch wirklich greift.
00:16:06: Und jetzt greift es, nach vielen Jahren, im Jahr zwanzig sechzehn, war mal die Idee, da hat es zwanzig achtzehn gestartet, dann gab es ein bisschen Übergangszeiten und so weiter.
00:16:14: Also seit Ende zwanzig ist es dann auch wirklich mal komplett umgesetzt.
00:16:18: Jetzt läuft es gerade gut.
00:16:19: Jetzt hätten wir Ruhe.
00:16:21: Anni, Ruhe ist ja doof.
00:16:22: Jetzt ist wieder irgendwie übermotiviert und jetzt wird das alles zurückgedreht.
00:16:27: Und jetzt schaffen wir das ab mit einer Diskussion, die da heißt Thermopapier oder sonst irgendwas.
00:16:32: Wir sind doch mittlerweile digital und haben so was wie ein digitalen Beleg oder Alternativen.
00:16:37: Ich kann es ehrlich gesagt nicht verstehen und ich finde es persönlichen dramatischen Rückschritt.
00:16:45: Ja, das war ja schon mal ein sehr spannender erster Block und wir machen weiter mit unserem zweiten und wollen uns mal das BFH-Urteil aus Juli,
00:17:00: Juli, Juli, Juli, Juli, Juli, Juli, Juli, Du sprichst das Juli Urteil, dann sind ja eigentlich auch vorher schon zwei Urteile ergangen, im letzten Jahr das BfH zur sogenannten Richtsatzschätzung.
00:17:12: Die waren ja schon lange Jahre vorher erwartet worden und dann sind sie endlich gekommen.
00:17:19: und ja, es sind unterschiedliche Aspekte, die man da sehen muss.
00:17:25: Wir haben uns Einmal den Bereich anzuschauen, die Schätzungsbefugnis dem Grunde nach, wo der BfH auch nochmal bestätigt, was im Bezug auf die Kassenführung von Bedeutung ist.
00:17:39: Insbesondere ja auch in Bezug auf die Kassenführung hinsichtlich der offenen Ladenkasse, also ohne elektronische Aufzeichnungssysteme.
00:17:46: Das war das erste Urteil zur Richtsatzschätzung und da hat er nochmal gesagt, Bedeutsam ist, dass man beide auf eine Ladenkasse auch tatsächlich retrograd aufgebauter Kassenbericht abends tatsächlich auch den Kassenbestand am Ende des Tages auszählt.
00:18:05: Er fordert zwar weiterhin keinen Zählprotokoll, aber es soll ausgezählt werden und wichtig ist auch die Herstellung der Kasselsturzfähigkeit.
00:18:20: Ja, das betont ja noch mal, wie wichtig das ist.
00:18:23: Und in dem zweiten Urteil, da ging es halt nicht um die offene Ladenkasse, sondern da hatte der Unternehmer ein elektronisches Aufzeichungssystem genutzt.
00:18:32: Jetzt muss man aber dazu sagen, beide Urteile betreffen noch Zeiträume, die vor dem ersten, ersten, zwei Tausend, siebzehn liegen.
00:18:42: Das heißt ... Wir hatten ja mit Auslauf des einundreißigsten zwölften, zwei tausendsechzehn den Umbruch.
00:18:49: Bis zum einundreißigsten zwölften waren Tagesendsummenbungs oder Z-Bungs, hat man das ja auch genannt, noch als Nachweise für Einnahmen im verschiedenen Barbranchen für uns wichtig als Finanzverwaltung.
00:19:05: Aber das ist seit dem ersten, ersten siebten, zwei tausend.
00:19:10: Es ist in den vergangenen Jahren, jetzt zählen nur noch Daten.
00:19:15: Aber der BfA hat da auch gesagt, auch wenn es alte Zeiträume sind, wie wichtig es ist, dass Stronierungen letztendlich erkennbar sind.
00:19:25: Und das ist ja im Zeitdata der Digitalisierung der elektronischen Aufzeichnungssysteme.
00:19:32: Wenn die Kassen vernünftig auch programmiert sind, die elektronischen Aufzeichnungssysteme, egal ob das jetzt ein computergeschütztes Kassensystem ist oder ein elektronisches, eine elektronische Registrierkasse, die sind ja so programmiert, dass entsprechend auch diese Stornierungen sichtbar gemacht werden müssen, dass egal, ob es jetzt sofortstornig sind, ob es nachstornig sind, ja, es muss protokolliert werden.
00:19:57: Das heißt, Wenn das nicht der Fall ist, ist man sowieso in der Schätzung.
00:20:01: Aber das ist im Rahmen der, gerade wenn wir jetzt die TSE haben, seit erstes, erstes, zwanzig, zwanzig, offiziell, tatsächlich erstes, erstes, vierter, zwanzig, ist das eigentlich das Thema nicht mehr so ganz so wichtig.
00:20:13: Aber es ist auch für die Neuzeit wichtig.
00:20:16: Stornierungen müssen erkennbar sein.
00:20:18: Und das sagt der BFA.
00:20:20: Ja, danke dir.
00:20:22: Und Jörn, wie übersetzt du dieses Urteil jetzt konkret für deine Mandanten?
00:20:26: Dokumentieren.
00:20:28: Das ist es eigentlich.
00:20:29: Letztendlich ist es genauso einfach.
00:20:32: Ich versuche es runterzubrechen.
00:20:33: Wir haben einmal die endgeltliche Warenabgabe.
00:20:36: Das ist all das, was im Kassensystem verbucht wird.
00:20:40: Und wir haben die unendgeltliche oder die rabattierte Warenabgabe immer dann, wenn im ursprünglichen Verkaufspreis irgendetwas geändert wird.
00:20:48: Und jetzt interessiert natürlich die Finanzverwaltung.
00:20:51: Was gibt es denn da an Preisreduzierungen an Nachlässen?
00:20:55: Und das möchte die Finanzverwaltung nachvollziehen können.
00:20:58: Ich als Berater möchte es aber auch nachvollziehen können, weil ich muss ja irgendwie ein Jahresabschluss zusammenschustern.
00:21:04: Und da muss ja auch irgendwas drinstehen, was plausibel ist für mich.
00:21:10: Die Entscheidungen oder die Urteile des BfH sind schön.
00:21:13: Sie bestätigen, was das, was es mal in der Vergangenheit gegeben hat.
00:21:19: Es gab diese Themen Lücken bei fortlaufenden Numerierungen aufgrund von null Umsätzen und so weiter.
00:21:24: Das ist alles Vergangenheit.
00:21:26: Soll so sein.
00:21:26: Alles gut.
00:21:27: Es gibt aber auch viele Leitsätze und Informationen, die man einfach für die Zukunft mitnehmen kann.
00:21:33: Und die beste Beweisvorsorge für Kassensysteme, egal welcher Art, offene Ladenkasse elektronische Systeme ist, dokumentieren.
00:21:41: Wenn die Dokumentationspflichten ja beinahin überobligatorischerweise erfüllt werden, ist man auf der sicheren Seite und kann viele Sachen erklären, dass ein Dritter, egal wer, der beste Freund, die beste Freundin, der Steuerberater, der Anwalt, die Finanzverwaltung, das nachvollziehen kann.
00:22:01: Und wenn es ein Dritter nachvollziehen kann, dann ist er doch auch eher geneigt dem zu folgen.
00:22:06: Weil grundsätzlich entscheide ich ja als Gastronom selber, was ich mache.
00:22:09: Wenn ich es nicht nachvollziehen kann, ja was soll man denn dann sagen, dann liegt es doch nah, dass es eine Manipulation sein.
00:22:16: Kann, nicht muss, kann.
00:22:18: Das ist die Berufskrankheit der Finanzverwaltung, der Prüfdienste.
00:22:23: Und das ist ja auch gut so, weil schauen wir uns das an, Umsatzsteuer, Ertragsteuer, die Schäden gehen in die Milliardenhöhe.
00:22:29: Und das zahlen wir alle mit.
00:22:32: Und wie sichern dann die Betriebe die Datenintegrität und Nachvollziehgewachheit über die schon angesprochene DSVVK?
00:22:40: Ja, also es gibt ja diese eigentlichen Vorgaben.
00:22:44: Ja, das ist eigentlich diese Kassen Einzeldaten oder die Einzeldaten der elektronischen Aufzeichnungssysteme, dass die entsprechend gesichert werden müssen, dass die auch entsprechend über die technische Sicherheitseinrichtung abgesichert werden müssen, dass die dann auch sowohl die Kassen Einzeldaten über die DSVN-VK im Rahmen von Prüfungen zur Verfügung gestellt werden müssen.
00:23:05: Die Tafels der TSE muss auch entsprechend zur Verfügung gestellt werden.
00:23:11: Der Unternehmer muss Das geht praktisch, wie wir das vorhin schon gesagt haben.
00:23:16: Das geht los mit dem Mitarbeiter, der dafür Sorge tragen muss, dass alles genau so aufgezeichnet wird, wie letztendlich ihm das erklärt worden ist durch den Unternehmer.
00:23:29: Diese Daten werden dann in den Systemen auch abgesichert und wenn die dann richtig archiviert werden.
00:23:35: Archiviert werden bedeutet ja auch, dass die Daten nachträglich nicht mehr veränderbar sein dürfen.
00:23:43: Das bedeutet immer revisionssichere Archivierung.
00:23:47: Und leider Gottes ist es bei vielen Unternehmen, die versuchen es, aber oftmals scheitert das auch.
00:23:55: Und dann haben die das Problem, dass die die Daten im Rahmen von Prüfung oder Nachschrauben nicht mehr vorlegen können.
00:24:01: Und das ist ja eigentlich der worst case.
00:24:04: Kann ich nicht mehr nachweisen, was ich an Einnahmen habe.
00:24:09: Habe ich ein Problem.
00:24:14: Man darf dabei auch nicht vergessen, es ist ja nicht nur, dass ich diese ganzen Aufzeichnungen für den Fiskus machen muss.
00:24:22: Man muss sich ja immer überlegen, ich habe ja gerade auch, sagen wir mal, in der Gastronomie oder auch in anderen Bereichen, ich habe es oft mit sehr viel Fremdpersonal zu tun.
00:24:30: Und ich muss ja auch sehen, wo bleibt denn mein Geld?
00:24:33: Ich möchte doch selber wissen, ich habe Waren eingekauft, ich habe Getränke eingekauft.
00:24:38: Wo bleibt das Geld?
00:24:39: Wenn das verkauft wird, muss ich ja auch entsprechende Einnahmen haben.
00:24:42: Das heißt, auch da muss ich ein Sprechen kontrollieren.
00:24:45: Also das darf man nicht vergessen.
00:24:47: und das ist ja auch was Mühren und ich immer in unseren Seminaren so propagieren, dass die Unternehmer verstehen, es ist nicht nur wichtig für den Fiskus diese Daten zu haben, sondern es ist auch ganz wichtig für den Unternehmer selbst, um seine Liquidität zu überprüfen, um seine Kalkulation zu überprüfen und diese ganzen Sachen.
00:25:10: in einem Beratungsgespräch vor kurzem Aha-Effekt gehabt.
00:25:16: Ich habe das auch immer genauso erklärt und sehe, dass da nicht viel zurückkommt.
00:25:21: Hätte ich auch gegen eine Wand reden können oder eine Parkuhr, fünfzig Cent bezahlen, die hört mir zu.
00:25:26: Ich habe irgendwann gesagt, oh Mann, du hast doch Kindheitsfotos von dir, von deiner Familie oder von besonderen Ereignissen.
00:25:31: Ja, ja, ja, ja.
00:25:32: Wie sicherst du die denn?
00:25:34: Ja, die habe ich auf meinem mobilen Endgerät, aus meinem Smartphone.
00:25:37: Okay.
00:25:38: Und da, ja, ich habe mir eine Cloud gebucht.
00:25:41: Und ich hab die Daten auch noch mal aus der Cloud weggesichert auf einer Festplatte.
00:25:44: Weil das ist mir so wichtig.
00:25:47: Ich möchte die Daten behalten.
00:25:49: Ah, das ist dir also wichtig.
00:25:51: Und da hast du Mittel und Wege gefunden, die Daten zu sichern.
00:25:56: Und deine ganze Familie hängt an dir als Gastronom, weil du die Umsätze machst.
00:26:03: Aber da diese Daten, die sind hier alle nicht so wichtig?
00:26:08: Ja, ist ja recht.
00:26:10: Man muss ihn da machen.
00:26:11: Datensichern.
00:26:12: Verständnis für Daten schaffen.
00:26:14: Und ich glaube, das große Problem ist, dass ganz oft einander verbeigesprochen wird, einander verbeikommuniziert wird.
00:26:20: Die Finanzverwaltung kann fürchterlich schlaue Sachen, fürchterlich kompliziert darstellen.
00:26:24: Das ist deren Job.
00:26:25: Wir müssen das irgendwie übersetzen.
00:26:27: Und ich glaube, mit diesem Foto-Beispiel, die sichert ihr euch persönliche Sachen, die euch super, super, super wichtig sind, dafür finden die Mittel und Wege.
00:26:36: Und wenn wir das transportieren können in die Berufswelt.
00:26:40: Und die Berufswelt hat mit dem Ertrag, der dann irgendwann da ist, weil das Geld in meine Tasche ja geht, hat es ja auch Abstrahlwirkungen auf das Private, dass ich mir das überhaupt alles so leisten kann, dass das alles so funktioniert.
00:26:52: Ich habe die Hoffnung, also in dem Einfall hat es geklappt.
00:26:54: Ich gucke mal, ob ich einen zweiten finde.
00:26:56: Wir machen ja heute auch nissen, wir haben uns.
00:26:58: Das hört ja vielleicht ein oder andere.
00:27:00: Genau.
00:27:01: Ja, herzlich willkommen.
00:27:03: Gerne.
00:27:04: Ich hatte vor kurzem jetzt nochmal ein Seminar Gastromandat, auch NWB.
00:27:08: hat sich danach tatsächlich einen Berater gemeldet und gesagt, ja, hat mir gefallen, war interessant.
00:27:13: Ich habe da nochmal ein paar Detail-Fragen.
00:27:15: Wir machen in den Seminaren, egal, ob es jetzt das Gastromandat ist oder der NWB-Zertifizierte Kassenberater, den wir ja nun zur Dritt machen, Patrick Kullmann, Tobias und ich, wo unsere Kassensysteme nochmal ganz detailliert anschauen, gehen wir natürlich auch immer auf Fragen ein.
00:27:29: Das ist ja für uns auch so das Kernstück.
00:27:32: Wir müssen doch, wir wollen doch wissen, was interessiert.
00:27:37: die Beraterschaft, die Nutzer, die Kassenfachhändler, da draußen.
00:27:42: Wir haben unsere Ideen, da sind wir auch ganz treffsicher.
00:27:45: Ich glaube, so ninety-fünf Prozent können wir immer abbilden.
00:27:49: Aber so das ein oder andere, dann sitzen wir auch da und denken, oh, die Frage hatten wir noch nicht.
00:27:54: Und dann da darauf einzugehen, das macht es spannend.
00:27:56: Und dann überlegen wir uns, was können wir dafür Lösungen schaffen?
00:27:59: Hatten wir auch in unseren letzten Seminaren ganz oft.
00:28:01: und dann macht es ja auch Spaß, da nochmal drüber nachzudenken und sagen, okay, schaffen wir eine Lösung für.
00:28:06: Ja, cool, hört sich gut an.
00:28:10: Wenn wir jetzt an Nachkorkulation und interne Kontrollsysteme denken, wie sollten Steuerberater diese aufbauen?
00:28:18: Sich mit dem Zahlenmaterial beschäftigen.
00:28:21: Man kann die ganzen Daten und die ganzen Zahlen fürchterlich kompliziert aufarbeiten.
00:28:26: Man kann es aber auch einfach machen.
00:28:27: Es muss ja auch wieder so proof of practice sein, dass man gegenüber das versteht.
00:28:32: Gastronomen sind Unfassbar empathische Menschen, das sind unglaublich gute Gastgeber.
00:28:39: Da geht man gerne hin in die Gastronomie und sagt, hier fühle ich mich so wohl, hier kann ich mal eine Stunde vom Alltag loslassen.
00:28:46: Und wenn es diese Kompetenz gibt, dann die zweite Kompetenz auch noch hochhalterisch, kaufmännig, steuerrechtlich so fit zu sein, würde ich keinem abverlangen.
00:28:57: Ich werde nie ein guter Gastronom sein, da fehlt es mir.
00:29:01: Ich habe da andere Stärken, auf die ich mich dann konzentrieren kann.
00:29:04: Und da ist dann eben der Berater gefragt und gefordert und ich brechse immer auf eigentlich drei Sachen runter.
00:29:10: Guckt dir deinen wahren Einsatz an und das ist relativ einfach.
00:29:14: Macht deine Inventuren.
00:29:16: Da gibt es ganz viele Möglichkeiten wie Inventuren auch schnell und einfach gehen.
00:29:19: Ich kann eine Wage nehmen.
00:29:20: Ich kann qualifiziert schätzen.
00:29:22: guckt mir meine Top-Zwanzig-Verkaufsartikel an.
00:29:25: Da helfen mir wieder elektronische Aufzeichnungssysteme.
00:29:27: Ich sehe ja, was am häufigsten verkauft wurde.
00:29:30: Mich interessiert nicht das Produkt, was ich einmal im Jahr verkaufe.
00:29:32: Da ist mir die Eventur egal.
00:29:34: Mich interessiert das, was ich jeden Tag zwanzigmal verkaufe, hundertmal verkaufe.
00:29:37: Das muss stimmen.
00:29:38: Und wenn ich das einmal rausgefunden habe, das sind meine Top-Verkaufsartikel, dann kalkuliere ich die.
00:29:44: Weil darüber mache ich doch meinen Ertrag, meinen Gewinn.
00:29:47: Und dann stimmt auf einmal mein Waren-Einsatz oder ... Ganz würde er verbessert sich, weil ich andere Kalkulationen mache, die Portionsgrößenendere, vielleicht nochmal die Deckungsbeitragsrechnung reingehe.
00:29:59: Das kann ich als Gastronome in der täglichen Arbeit mit meinem Berater immer machen.
00:30:03: Zweiter Punkt, Personaleinsatz.
00:30:06: Auch das kann ich aktiv steuern, Zeitarbeitskonten und so weiter und so weiter.
00:30:10: Dann habe ich meine Prime-Kost.
00:30:11: Das ist so das wichtigste Merkball in der Gastronomie.
00:30:14: Alles andere kann ich mal außen vorlassen.
00:30:16: Und dann kann ich anfangen, die Zahlen übereinander zu legen.
00:30:20: Dann bin ich schon auf der Zielgeraden.
00:30:22: Und viele Gastronomen entwickeln auf einmal ein Ehrgeiz.
00:30:24: Wenn man diese Zahlen einmal aufarbeitet, nicht nur mit Zahlen, sondern mal mit buntem Bildchen, mit Diagramm, können ja die modernen Tabellenkalkulationsprogramme auch, dann entwickeln die ein Ehrgeiz.
00:30:35: Und sagen, oh, das ist spannend.
00:30:36: Und dann passiert, oh, ich habe mehr Geld.
00:30:38: Das tut mir aber leid.
00:30:39: Dann kannst du mal eine Rechnung bezahlen.
00:30:40: Ist doch super.
00:30:42: Das ist ja auch genau das, was wir auch in der Praxis oft feststellen.
00:30:47: dass die Unternehmer sich eigentlich gar nicht so diese Thematiken angucken, eigene Kalkulationen oder wie verteilt sich das Ganze, wie sind die Aufzeigen dabei?
00:30:58: Die
00:30:58: haben alle Informationen.
00:31:01: Wir haben E-Rechnungen, wir haben digitale Daten, die wir über die Lieferanten zur Verfügung gestellt bekommen können als Unternehmer.
00:31:07: Wir haben ja in den elektronischen Aufzeichnungssystemen, da sind ja Daten drin.
00:31:13: Ja, wenn die Finanzverwaltung da prüft, die DSP in VK-Daten, das sind CSV-Dateien.
00:31:19: Ja, die kann ich selbst, sagen wir mal, als Ortho-Normalverbraucher einfach in Excel einlesen.
00:31:25: Ich kann die analysieren.
00:31:26: Da brauche ich noch nicht mal mehr irgendwelche teuren Tools oder so kaufen.
00:31:30: Das kann ich sehr schnell sichtbar machen.
00:31:33: Dann ja auch noch dieses Zusammenwirken zwischen Steuerberater, Kassenfachhändler, der das System vernünftig programmiert mit den entsprechenden einzelnen Artikeln, mit den entsprechenden betriebswirtschaftlichen Auswertungen.
00:31:47: Dann kann ich wirklich mein Unternehmen führen und wenn ich alles richtig vergleiche und auch
00:31:53: auswerte,
00:31:54: dann habe ich auch keine letztendlich finanziellen Probleme.
00:31:57: oder wenn dann finanzielle Probleme auf.
00:32:00: treten können, kann ich das auch schnell lokalisieren.
00:32:03: Wo ist denn da das Problem?
00:32:06: Noch ein Satz, das ist das typische Aussage der Finanzverwaltung.
00:32:10: Ich sage, wie groß ist dein Teller und wie groß ist dein Glas?
00:32:13: Was passt in das Glas rein?
00:32:14: Wie groß ist der Teller?
00:32:14: Richtig.
00:32:15: So,
00:32:16: damit habe ich es runtergebrochen und dann habe ich meine Werte.
00:32:18: Das ist die einfache Aussage.
00:32:21: Ich kann nur einfach.
00:32:22: Alles gut.
00:32:24: Deswegen steht ihr beide hier.
00:32:25: Ja, ergänzt euch sehr gut.
00:32:28: Danke.
00:32:33: Wo sind die Tomaten?
00:32:36: Die suchen wir gleich.
00:32:38: Gehen wir erstmal in Themenblock drei, Lösungen und Ausblick.
00:32:40: So wird Kassenkomplex Alltagstauglicht.
00:32:43: Das klingt ja schon mal spannend.
00:32:44: Betriebe brauchen ja ein robustes Kassen-IHS und klare Prozesse, auch mit Blick auf die geplante Registrikassenpflicht ab.
00:32:53: Was sind die Bausteine für ein funktionierendes Kassen-IKS?
00:32:56: Also wir haben verschiedene Baustellen, die wir noch angehen müssen, die auch, sagen wir mal, von Seiten der Behördenseite, also vom Gesetzgeber letztendlich.
00:33:07: auch zu klären ist.
00:33:08: Das erste ist natürlich, dass wir klare Gesetze, klare gesetzliche Regelungen benötigen, an die sich der Unternehmer auch tatsächlich halten kann.
00:33:17: Wenn ich bei Rote über die Ampel fahre, weiß ich, da habe ich so einen so viel Kies, so einen so viel Punkte, muss so viel Geld bezahlen.
00:33:26: Wenn ich jetzt gesagt bekomme, ich muss einzeln aufzeichnen, dann müsste man mir auch mal genau im Gesetz sagen, wie muss ich denn einzeln aufzeichnen?
00:33:35: Ja, dann hab ich schon.
00:33:37: Dann ist es im nächsten Schritt, wenn ich genau weiß, woan welche Gesetze ich mich halten muss, weiß ich ja auch, wie ich meine Mitarbeiter entsprechend instruieren muss.
00:33:46: Wie ich denen letztendlich erkläre, was die aufzeichnen müssen, wie sie das aufzeichnen müssen, wie diese Systeme richtig nutzen.
00:33:55: hat dann auch im Vorfeld der Kassenfachhändler da die entsprechenden Programmierungen vorgenommen und da ist ja auch immer wichtig, dass der Steuerberater damit agiert, um dann auch dafür Sorge zerträgt, dass das letztendlich den steuerlichen Anforderungen entspricht.
00:34:13: Dann
00:34:13: haben wir das und dann können wir dann, wenn wir auch noch die Belegausgabe pflicht, das ist so ein Anliegen von mir, auf weiterhin bestehen bleiben.
00:34:20: Dann haben wir eigentlich ab dem sieben zwanzig sehr viel was dann eine vernünftige Dokumentation vom Geschäft zu fallen hat.
00:34:29: Und wenn wir uns dann auch so ein bisschen orientieren an die Umgebung, also an anderen Ländern, Österreich, Griechenland oder die diskandidatischen Ländern, die haben ja alle schon seit Jahrzehnten Fiskalisierung, dann müsste das auch bei uns einmal vernünftig funktionieren.
00:34:45: Ich würde gerne deine Definition zum IKS hören.
00:34:49: Ich sage dir gleich meine.
00:34:51: Nein.
00:34:51: Definiere ich nicht.
00:34:56: Weil
00:34:57: ich breche das immer runter.
00:35:00: Mein Vater hat immer gesagt, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
00:35:04: Und das war so auch bei seiner Mitarbeiterführung.
00:35:07: Er hat unseren Mitarbeitern sehr viel zugetraut.
00:35:10: Er war Selbstständiger Unternehmer, hat aber auch entsprechende Kontrollen gemacht.
00:35:14: Gerade auch beim Baubetrieb, wenn dann mal ... Fünfzig Sack Zement bestellt worden sind und verschwinden auf einmal zwanzig, ist das natürlich, möchtest du das als Unternehmer natürlich wissen.
00:35:27: Und so ähnlich ist es ja auch in der Praxis.
00:35:29: Es ist ganz wichtig, dieses interne Kontrollsystem zu haben, um letztendlich Sorge zu tragen, dass die ganzen innerbetrieblichen Prozesse ja auch vernünftig umgesetzt werden, dass die auch entsprechend gesetzlich konform, umgesetzt werden.
00:35:48: Und wenn ich das nicht kontrolliere, gerade im Zeitalter der Digitalisierung, ich habe letztens hat mein Sohn mir auf Instagram ein Video gezeigt, wo ein Gastronom beschrieben hat, wie er von seinen Mitarbeitern betrogen worden ist.
00:36:06: Und da habe ich auch noch gesagt, er hatte wahrscheinlich kein vernünftiges IKS, also kein Internet-Kontrollsystem.
00:36:13: Und ich denke, Das spiegelt sich bei dir in der Praxis auch wieder.
00:36:17: Total.
00:36:18: Wobei auch der Begriff IKS, internes Kontrollsystem, Text-Compliance, das ist so ganz sperrig.
00:36:25: Klingt sehr groß.
00:36:26: Ja.
00:36:27: Vier Augenprinzip.
00:36:29: Richtig.
00:36:29: Ist einfach.
00:36:30: Einer macht's, einer kontrolliert, beide unterschreiben's.
00:36:33: Egal wo.
00:36:34: Im besten Fall sechs Augenprinzip.
00:36:36: Das fängt beim richtigen Erfassen an.
00:36:38: Da kann einer drüber gucken.
00:36:40: Das kann ich trennen über... Erfassung und da, wo der Beleg, wo produziert wird, Theke Küche, wie auch immer, rausgegeben wird.
00:36:46: Wenn da eine falsche Eingabe ist, wird was falsches produziert.
00:36:50: Wenn einer manipulieren möchte, manipuliert er.
00:36:52: Wenn Mitarbeiter sich zusammentun, wird es sehr schwierig.
00:36:55: Da muss ich andere Lösungen finden.
00:36:57: Das geht beim Stornieren.
00:36:58: Dass die eine Person storniert, die andere muss es bestätigen.
00:37:01: Können wir alle Storneschlüssel aus dem Supermarkt?
00:37:05: Gibt es ganz viele Werbelclips zu?
00:37:08: Aber dieses Vier-Augen-Prinzip, das kann ich überall machen, beim Zählen, beim Erfassen, beim Stornieren.
00:37:13: Und wenn ich das habe, dann habe ich schon mal einen Ansatz von einem internen Kontrollsystem.
00:37:18: Das, was die Finanzverwaltung möchte, wird eine Gastronomie niemals umsetzen können, um da in eine Erleichterungsregelung reinzukommen.
00:37:23: Das ist utopisch, das ist Investitionen und Nutzen stehen keinem Verhältnis.
00:37:26: Wenn ich aber sehe, dass der Unternehmer tatsächlich so ein Vier-Augen-Prinzip, sechs-Augen-Prinzip macht, dann hat der dreieinhalb Prozent mehr als der Nachbar.
00:37:36: Und damit sind wir schon ganz weit.
00:37:38: Was muss der Gesetzgeber denn noch tun?
00:37:41: Ist alles klar oder mussten da noch Themen, was konkretisiert werden, was die Registrierkassenpflicht angeht?
00:37:48: Aus meiner Sicht einige Sachen konkretisiviert werden.
00:37:53: Ich habe das ja auch in einigen Aufsätzen, die ich hier in BBK vom MEB veröffentlicht habe, auch schon moniert.
00:38:00: Die Probleme liegen erst mal im Gesetz.
00:38:03: Ich brauche klare gesetzliche Regelungen.
00:38:05: Es sind leider Gottes in der Praxis noch viele ungeklärte Probleme, die man vor sich her schiebt, die aber noch nicht klar angesprochen worden sind auf der Ebene des Gesetzgebers und die auch bis jetzt auch noch so ein bisschen nebenher laufen.
00:38:24: Dann das nächste große Thema ist, wie gehen wir denn zukünftig mit dem Problem oben oder mit der Aussage des BFH um, dass der Unternehmer praktisch seine Form der Aufzeichnung selber wählen kann.
00:38:38: Wie wird das vielleicht mit Einführung der Registrierkasten?
00:38:41: Natürlich schwierig, auch da muss man aufachten.
00:38:43: Und wir haben tatsächlich, das hat das letzte Jahr gezeigt, zum ersten, ersten, fünfundzwanzig wurde die Mitteilungspflicht für elektronische Aufzeichnungssysteme eingeführt und zum einen, dreißigsten, siebten, zwanzig waren die alle zu melden.
00:38:59: Und wenn man mit Kassenfach-Hetler spricht oder mit dem deren Verband, mit dem DFKA, dann haben die festgestellt, dass gerade in den letzten zwei Monaten vor Ablauf der Übergangsfrist sehr viele Unternehmer zum ersten Mal eine TSE bestellt haben.
00:39:16: Ja, das heißt also, da scheint im Markt noch Nachholbedarf.
00:39:21: Und wenn man das natürlich auch, sagen wir mal, nächstes Jahr bei der Registrierkastung vielleicht mit nutzen will, dann muss man natürlich auch dafür Sorge tragen, dass alle letztendlich die gleichen Voraussetzungen haben.
00:39:32: Und da, denke ich mal, wird es auch noch einige Schwierigkeiten geben, weil in der Praxis noch nicht alle Unternehmen entsprechend, beispielsweise mit TSN ausgestattet sind oder auch noch nicht mit elektronischen Aufzeichnungssystemen, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
00:39:50: Ich werde gerne mal auf das Thema Mitarbeiter-Schulungen zurückkommen.
00:39:52: Das haben wir eben ja schon kurz angesprochen.
00:39:55: Wie sieht eine gute Mitarbeiter-Schulung aus und wie dokumentiert man das oder muss das dokumentiert werden und wie macht man das in der Praxis?
00:40:04: Es wird immer gefordert, der Unternehmer soll das machen.
00:40:06: glaube ganz oft ist der Unternehmer die Person, die sich am wenigsten mit der Kasse in der Bedienoberfläche auseinandersetzt.
00:40:14: Den Unternehmer interessieren die Tagesendberichte, Z-Berichte, egal wie ich die Dinge nenne, das was da rauskommt, das wird dann irgendwie aufgeklebt oder digitalisiert oder weitergegeben, egal was wir da haben, dass der Prozess des Erfassens buchens der passiert nur bei den Mitarbeitern.
00:40:30: Also meine dringende Empfehlung ist immer, ich suche mit die langjährigen Mitarbeiter aus, die ich im Unternehmen habe, ich nehme sie dann als Unternehmer an die Hand, gehe zu meinem Kassenfachhändler und sage, hier stehen fünf Systeme aufgebaut.
00:40:42: Guck mal, welches ist dir denn hier am sympathischsten?
00:40:45: Die Mitarbeiter werden mir total schnell sagen, das System funktioniert und das funktioniert nicht, weil.
00:40:51: Und dann kann ich anfangen zu arbeiten.
00:40:52: Dann sind aus den fünf Systemen auf einmal drei übrig geblieben.
00:40:55: Die Mitarbeiter wollen eins, die wollen die Tasten finden, die wollen schnell in den Bezahlvorgang gehen und sie wollen nicht lange überlegen und suchen müssen.
00:41:02: Klare Vorgaben.
00:41:04: Wir haben gerade auch wieder diese Diskussion um Trinkgeldaufzeichnungen.
00:41:08: War mal ganz klar geregelt, ist jetzt wieder ein bisschen schwammiger, jetzt wieder nur Trinkgeld für Unternehmer, wenn dann.
00:41:14: Ich möchte klare Regeln haben.
00:41:15: Die einfachste Regel ist, Trinkgelder sind immer aufzuzeichnen.
00:41:19: Dann gebe ich als Unternehmer auch nur eine Information an mein Personal raus.
00:41:22: Personal wächst ja nur noch nicht auf den Bäumen und ich kann es andauernd austauschen.
00:41:26: Das ist ja noch ein Praxisproblem.
00:41:28: Eine konkrete Ansage.
00:41:30: Vereinfachen.
00:41:31: Vereinheitlichen.
00:41:32: Dann haben wir schon ganz viel.
00:41:34: Und wenn ich dann in die Schulungen gehe und die Mitarbeiter sagen mir, das ist ein gutes System.
00:41:38: Dann mache ich mir mit meinem Berater zusammen die Gedanken, was muss denn da alles rein?
00:41:42: Stornierungsmöglichkeiten, Rabattiermöglichkeiten, Trinkgeldfunktion, unbare Zahlungswege, all diese ganzen Themen, die wir dann haben, dann bin ich in dem Customizing des Systems.
00:41:51: Und wenn ich an den Schulungen reingehe, ist es das einfachste, das abzufilmen.
00:41:56: Wie ist es in der Gastronomie?
00:41:57: Da kommt jemand Probearbeiten.
00:41:59: Der steht da vor dem Kasten und weißt so ungefähr gar nichts über das System.
00:42:02: Dann muss sich dem irgendwas beibringen.
00:42:04: Im Zweifelsfalle bringt dem irgendwer irgendetwas bei.
00:42:07: Das kann nicht gut werden.
00:42:09: Warum nutzen wir nicht das mobile Endgerät?
00:42:12: Machen die Videofunktionen an.
00:42:14: Die Person, die sich am besten mit dem System auskennt, sagt so wird gebucht.
00:42:18: Da sind die Warengruppen, da ist das Frühstück, das Mittagessen, die Nachspeise, die Getränke, die Alkoholichen, die Nichtalkoholichen.
00:42:24: Bezahlvorgänge, Trinkgeld.
00:42:26: Da mache ich zehn kurze Videos.
00:42:28: Dann kann der Mitarbeiter sich die anschauen und dann hat er schon mal ein Verständnis dafür.
00:42:32: Ich kann mir doch die Technik zur Nutzung machen.
00:42:35: Das sind coole Tipps, auf die er wahrscheinlich auch in den Seminaren der NWB Akademie eingeht.
00:42:40: Die verlinken wir natürlich auch dann entsprechend noch.
00:42:41: Wir
00:42:42: haben ja diesen Teil zwei im Kastenberater.
00:42:45: Da geht es ja genau um diese Problematik mit dem Customizing.
00:42:49: Wie richtig das ein, wie kann ich die Mitarbeiter schulen und dem... Teil drei ist ja auch dann der Teil, wie dokumentiere ich das ganze.
00:42:56: Und da ist ja eben heutzutage in der digitalen Welt, wo man ganz schnell ein Video mit dem Handy selber machen kann, ist ja eigentlich diese Dokumentation per Video, ist ja auch ganz einfach und das reicht übrigens auch als Verfahrensdokumentation, wenn man einfach eines solches Video einfach mal den Prüfer vorstellen kann.
00:43:13: Dann hätte ich ja mehr wert, das ist ja ganz verrückt.
00:43:15: Den haben wir vielleicht auch in den Büchern, ihr seid ja beide Autor des Titels Gastronomie und Steuerung in der Praxis.
00:43:21: Gibt es da Tools, gibt es dort Checklisten, kann man sich dort, was kann man sich aus diesem Buch herausziehen?
00:43:27: Viel,
00:43:27: viel genau.
00:43:28: Also das war tatsächlich ein Herzensprojekt.
00:43:31: Das ist im Rahmen der seventy-fünf-Jahr-Feier des NWB-Verlachts entstanden auf der Dachterrasse in Essen.
00:43:38: Da haben wir uns ausgetauscht, dass wir mal, also Tobias und ich dann erstmal so federführend über eine liebe Kollegin aus dem Seminaren, Claudia Wegenhardt, die hat uns da zusammengebracht und haben überlegt, was können wir denn so alles mal machen?
00:43:51: Und gesagt, wir müssen Proof of Practice wählen.
00:43:53: Wir müssen was Praxiskompatibles und Praxistaugliches machen.
00:43:57: Das hat dann ein bisschen gedauert, weil du bist immer nur am Schreiben oder am Durchsuchen, irgendwas dazwischen ist es dann.
00:44:03: Dann haben wir aber irgendwann zusammengefunden und haben gesagt, okay, da müssen wir aber alle, alle Komponenten mit reinbringen.
00:44:08: Wir brauchen die Berater Sicht, Praxis, okay.
00:44:11: Wir brauchen die Betriebsprüfung.
00:44:14: Das ist dann die liebe Kollegin Andrea Köchling aus Hamburg aus der Finanzverwaltung, die da auch natürlich eine nicht-dienstliche Eigenschaft uns unterstützt hat.
00:44:21: Aus der Betriebsprüfung haben wir den Patrick Kullmann, die Tee-Fahnder, der nimmt die ganzen Systeme auseinander, baut sie auch wieder zusammen und gibt ihm dann unliebsame Wahrheiten zurück.
00:44:30: Und dann natürlich den grauen Leitwolf der Kassenführung, den Entscheider, auch aus der Steuerfahndung.
00:44:39: Und das waren ... Auch wenn es ein bisschen gedauert hat, weil wir natürlich auf viele Gesetzgebungsverfahren warten mussten oder auf Entscheidungen höchstrichterlicher Art, war es ein spannender Austausch auf der Reise und wir sind wirklich davon überzeugt, dass wir da ein praxistaugliches Handbuch hinbekommen haben.
00:44:57: und da sind eine Menge Checklisten drin.
00:44:59: Checklisten zur offenen Ladenkasse, zu elektronischen Aufzeichnungssysteme, zur Verfahrensdokumentation, zu Kalkulationen, zu Deckungsbeitragsrechnungen.
00:45:07: auch viel zu Einzelaufzeichnungspflichten, um gesetzliche Grundlagen und und und und und kann man sich auch alles durchlesen, Praxis machen tun, Checklisten abarbeiten, dann funktioniert das.
00:45:18: Und vor allen Dingen auch, es geht ja nicht nur jetzt da, sagen wir mal, um die gesetzlichen Aufzeichnungspflicht, sondern wir,
00:45:23: das ist
00:45:24: letztendlich gedacht, dass der Unternehmer einen Mehrwert für sein Unternehmen hat, dass er auch letztendlich, wir zeigen ja auch über die Liquiditätsberechnungen uns weiter, Wie man sein Unternehmen führen kann, um letztendlich auch da erfolgreich zu bestehen.
00:45:40: Das ist ja heutzutage das A und O. Wenn ich als Unternehmer bestehen möchte, egal ob in der Gastronomie, im Einzelnen oder so, ich muss meine Zahlen selber kennen.
00:45:51: Ich brauche die, um letztendlich... die richtigen Preise zu kalkulieren.
00:45:57: Ich brauche die für meine Liquiditätsberechnungen.
00:46:00: Und gerade in der aktuellen Zeitung habe ich gelesen, dass wir wieder sehr viele Insolvenzen haben in Deutschland.
00:46:08: Das ist natürlich auch klar, die Situation ist alles etwas anders nach Corona.
00:46:12: Aber viele Unternehmen machen sich leider nicht die Mühe, das sehe ich bei der tagtäglichen Arbeit, mal überhaupt diese Liquiditätsplanung zu machen.
00:46:23: Und ich denke mal, jetzt weg von der Finanzverwaltung.
00:46:27: Die eigenen Finanzen, das ist immer das Wichtigste.
00:46:30: Das ist das A und O, was ein Unternehmer im Blick haben muss.
00:46:33: Und es gibt nichts Schöneres als Steuern zu bezahlen, weil dann habe ich Geld verdient.
00:46:37: Genau.
00:46:38: Und wenn es da viel wird, dann kann ich mir wieder Gedanken machen, aber alle sagen, ich will Steuern sparen.
00:46:42: Steuern sparen heißt immer Geld ausgeben.
00:46:44: Wenn ich kein Geld habe, ist das doch irgendwie... Hatsch,
00:46:48: Entschuldigung.
00:46:49: Das war doch schon ein schönes Schlusswort.
00:46:50: Vielen Dank.
00:46:52: Ja, Tobias, vielen Dank für eure Insights.
00:46:54: Das war richtig praxisnah und sehr spannend, ich finde.
00:46:57: Genau.
00:46:57: Wenn ihr tiefer ansteigen wollt, schaut euch die Bücher unserer Gäste an, Gastronomie und Steuern in der Praxis und das Handbuch zur Kassenführung, dass wir euch natürlich in den Schaunus verlinken und natürlich auch die Seminare, die die beiden bei der NWB-Akademie anbieten.
00:47:11: Ja, außerdem findet ihr alle wichtigen Infos zur Folge auch in der NWB Datenbank und das verlinken wir euch natürlich auch.
00:47:19: Ja abonniert unseren Podcast, empfehlt uns weiter und schreibt uns euer Feedback.
00:47:23: Danke fürs zuhören.
00:47:24: Danke schön.
00:47:25: Bis dann.
00:47:25: Tschüss.
00:47:26: Tschüss.
00:47:27: Tschüss.
Neuer Kommentar